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* '''Stark und schwach:''' Wir beschreiben die Dämonen in starker Ausprägung. Es gibt Menschen, in denen wenige Dämonen herrschen, aber die meisten Dämonen sind in allen Menschen vorhanden oder abrufbar. Jeder hat dasselbe Klavier; manche spielen fast nur noch auf zwei, drei Tasten. William Fleeson ließ 2001 Menschen über Wochen mehrmals täglich notieren, wie sie sich gerade verhielten: Ein und derselbe Mensch schwankt fast so stark wie die Menschen untereinander. Was man Charakter nennt, ist die Häufigkeit, mit der ein Dämon herrscht. | * '''Stark und schwach:''' Wir beschreiben die Dämonen in starker Ausprägung. Es gibt Menschen, in denen wenige Dämonen herrschen, aber die meisten Dämonen sind in allen Menschen vorhanden oder abrufbar. Jeder hat dasselbe Klavier; manche spielen fast nur noch auf zwei, drei Tasten. William Fleeson ließ 2001 Menschen über Wochen mehrmals täglich notieren, wie sie sich gerade verhielten: Ein und derselbe Mensch schwankt fast so stark wie die Menschen untereinander. Was man Charakter nennt, ist die Häufigkeit, mit der ein Dämon herrscht. | ||
* '''Stimmungen:''' Die Dämonen sind die Stimmungen. Das Wort sagt es schon: Man stimmt ein Instrument. Bei Musik sieht man, wie verschiedene Dämonen beschworen werden und wie sie wechseln. Zwei tiefe Töne, abwechselnd, immer schneller, und jeder im Kino weiß, dass der weiße Hai kommt. Ein Marsch, und auch der Friedliche geht im Gleichschritt. Ein Wiegenlied, und das Kind schläft. Musik kann auch Dämonen rufen, die sonst kaum im Charakter eines Menschen wirken. | * '''Stimmungen:''' Die Dämonen sind die Stimmungen. Das Wort sagt es schon: Man stimmt ein Instrument. Bei Musik sieht man, wie verschiedene Dämonen beschworen werden und wie sie wechseln. Zwei tiefe Töne, abwechselnd, immer schneller, und jeder im Kino weiß, dass der weiße Hai kommt. Ein Marsch, und auch der Friedliche geht im Gleichschritt. Ein Wiegenlied, und das Kind schläft. Musik kann auch Dämonen rufen, die sonst kaum im Charakter eines Menschen wirken. | ||
== Atmung == | |||
Viele Dämonen haben auch mit der Atmung zu tun. | |||
* Der [[Wesen 2: Raubtier – Vampir#Stolz|Stolz]] hat eine ruhige, gleichmäßige und tiefe Atmung. | |||
* Der [[Wesen 1: Raubtier – Wüterich#Büßer|Büßer]] ist das Gegenteil: Er hat mit seiner gebeugten Haltung eine flache und unglückliche Atmung. | |||
* Der [[Wesen 3: Beutetier#Schreck|Schreck]] hält den Atem an. | |||
* Kopfdenker reduzieren die freie Atmung. Da werden die Emotionen mit reduziert. | |||
:Von mir: '''Belege.''' Homma und Masaoka (2008, ''Experimental Physiology'' 93(9), 1011–1021) beschreiben in einer Übersicht, dass sich die Atmung mit Emotionen wie Traurigkeit, Freude, Angst oder Furcht ändert (nach dem Abstract). Boiten, Frijda und Wientjes (1994, ''International Journal of Psychophysiology'' 17(2), 103–128) fassen zusammen, dass die Atmung allgemeine Dimensionen der Reaktion spiegelt: Ruhe gegen Erregung, Entspannung gegen Anspannung, aktives gegen passives Bewältigen (nach dem Abstract). Nair u. a. (2015, ''Health Psychology'' 34(6)) fanden bei aufrechter Haltung unter Stress mehr Selbstwert, bessere Stimmung und weniger Angst als bei zusammengesunkener Haltung (nach dem Abstract; die Atmung wurde dort nicht gemessen). Zum Atemanhalten beim Schreck und zur reduzierten Atmung der Kopfdenker habe ich noch keine Belege gesucht. | |||
== Zwiewirklich == | == Zwiewirklich == | ||