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Mikroausdrücke und Urgefühle (aus Ekel)
K (Handel und Mythen: Römer, Reisen im Altertum)
K (Mikroausdrücke und Urgefühle (aus Ekel))
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Nisbett und Wilson (1977) fanden „wenig oder keinen direkten introspektiven Zugang zu höheren kognitiven Prozessen". Wer sagt, warum er etwas getan hat, stützt sich auf implizite Annahmen darüber, was als Ursache plausibel ist. Gesichtsausdrücke beeinflussen das Gefühl nur klein und schwankend (Coles u. a. 2019, 138 Studien). Bei der Haltung wirkt vor allem das Fehlen der geduckten Haltung, nicht die offene Haltung selbst (Elkjær u. a. 2020). Niedenthal (2007) beschreibt das Nachbilden als Simulation: Wir spielen den Zustand des anderen in uns teilweise nach und schließen daraus, was er fühlt (Wood u. a. 2016).
Nisbett und Wilson (1977) fanden „wenig oder keinen direkten introspektiven Zugang zu höheren kognitiven Prozessen". Wer sagt, warum er etwas getan hat, stützt sich auf implizite Annahmen darüber, was als Ursache plausibel ist. Gesichtsausdrücke beeinflussen das Gefühl nur klein und schwankend (Coles u. a. 2019, 138 Studien). Bei der Haltung wirkt vor allem das Fehlen der geduckten Haltung, nicht die offene Haltung selbst (Elkjær u. a. 2020). Niedenthal (2007) beschreibt das Nachbilden als Simulation: Wir spielen den Zustand des anderen in uns teilweise nach und schließen daraus, was er fühlt (Wood u. a. 2016).
'''Urgefühle.''' Ekman hat eine Anzahl von angeborenen Urgefühlen gefunden. Es ging nicht nur darum, was erkannt wird, sondern darum, was ohne kulturellen Einfluss da ist. Das sind Ekel, Angst, Überraschung, Freude und weitere.
'''Mikroausdrücke und Dämonen.''' Mikroausdrücke zeigen, wie Dämonen unbemerkt an unseren täglichen Handlungen beteiligt sind. Obwohl eine starke Reaktion vorliegt und die Mimik ausdruckstark ist, sind wir uns nicht bewusst, welche Dämonen an unseren Handlungen mitwirken, weil das so flink geschieht.
'''Verhör.''' Verhörexperten vom FBI werden darauf geschult, Mikroausdrücke wahrzunehmen, um die wahren Beweggründe von Tätern zu verstehen und Lügen zu entlarven.
:Von mir: Die Liste der Basisemotionen nach dem Lehrbuch von Yarwood: Freude, Überraschung, Angst, Ärger, Ekel, Trauer; in der Studie von Ekman u. a. von 1987 kam Verachtung als siebtes Wort dazu. Mikroausdrücke dauern nach dem Lehrbuch 1/15 bis 1/25 Sekunde und sind unbewusst; Porter und ten Brinke ([https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18466413/ 2008]) rechnen mit 1/25 bis 1/5 Sekunde. Gegenposition: Unter 700 Ausdrücken fanden Porter und ten Brinke nur etwa 2 % Mikroausdrücke (so nach Burgoon u. a. 2018, ''Frontiers in Psychology''); sie untersuchten allerdings Täuschung. Dass Mikroausdrücke im Alltag zeigen, welche Dämonen beteiligt sind, ist meine Folgerung aus dem Satz oben und nicht Teil dieser Studien. Zum Verhör: Ekman schreibt in seiner Aussage vor dem US-Kongress ([https://science.house.gov/_cache/files/b/2/b2040c46-ec1f-417e-91a8-8c06dc455cf8/2E06E14934EA2D0B2721D1298ECC7A22.2011-03-30-ekman-testimony.pdf 2011]), er habe dreißig Jahre lang Dutzende Workshops für Strafverfolgungsbehörden gegeben, zuletzt 2010 für die New Yorker Polizei und 2011 für die britische Behörde SOCA, und Workshops zur nationalen Sicherheit unter anderem für CIA, FBI, MI5 und die israelische Nationalpolizei. Sein Schwerpunkt sei Mimik, Gestik, Haltung, Stimme, Blick und Sprache als Hinweise auf Täuschung und gefährliche Absicht; die Workshops betrafen also nicht nur Mikroausdrücke. Dass es Verhörexperten waren, steht dort nicht. Mit der Flugsicherheitsbehörde TSA arbeitete er seit 2003 am Programm SPOT. Gegenposition aus der Anhörung: Hartwig nannte für das Erkennen von Täuschung durch Beobachtung eine Trefferquote von 54 % (Zufall: 50 %); Porter und ten Brinke fanden unter 697 Ausdrücken keinen vollständigen Mikroausdruck und 14 teilweise, in wahren und falschen Ausdrücken etwa gleich häufig. Der Ekel als Beispiel steht bei [[Wesen 4: Leib, Nest und Lust#Ekel|Ekel]].


== Wie man das prüft ==
== Wie man das prüft ==