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== Verlegener == | == Verlegener == | ||
* Stammbaum: von Schmach · zu – | * Stammbaum: von Schmach · zu – | ||
* Beschreibung: | * Spruch: „Oh, wie peinlich!“ „Entschuldigung!“ „Das ist mir jetzt unangenehm.“ | ||
* Hunger: offen. | |||
* Trigger: Eine tatsächlich begangene Peinlichkeit vor anderen, nichts Ernstes. Verlegen ist man allgemein vor Publikum, etwa nackt in der Sauna. | |||
* Mimik: Erröten, Blick abwenden, ein verlegenes Lächeln. | |||
* Haltung: offen. | |||
* Bannung: offen. | |||
* Beschreibung: Verlegenheit ist sehr viel schwächer als die Schmach. Es gibt keinen Drang zum Gegenangriff. | |||
:'''Die tatsächliche Peinlichkeit.''' Man hat tatsächlich eine Peinlichkeit begangen, wie den Hosenstall offen gelassen oder einen dummen Fehler gemacht. Aber nichts Ernstes. | |||
:'''Schmach und Verlegenheit.''' Schmach wird von bestimmten Personen zugefügt. Verlegen ist man allgemein vor Publikum, etwa nackt in der Sauna. | |||
:Von mir: '''Beispiele.''' Man wird im Gespräch mit dem falschen Namen angesprochen, wünscht „Guten Appetit“ auf dem Weg zur Toilette oder verschüttet den Kaffee auf das Hemd des Nachbarn. Im Konzert klingelt das Handy. Man grüßt eine fremde Person, weil man sie für einen Bekannten hielt. Das sind Fehler, die jedem passieren und niemanden gefährden. Diese Beispiele sind Alltagsbeispiele ohne Quelle. | |||
:Von mir: '''Belege.''' Keltner und Buswell (1997, ''Psychological Bulletin'') kommen zu dem Schluss, dass Anlass, Erleben und Ausdruck der Verlegenheit sich von der Scham unterscheiden (nach dem Abstract). Feinberg, Willer und Keltner (2012, ''Journal of Personality and Social Psychology'' 102(1), 81–97) fanden, dass Beobachter verlegene Menschen für prosozialer halten, ihnen eher vertrauen und ihnen eher etwas geben. Die Verlegenheit wirkt also wie eine Entschuldigung ohne Worte, und das erklärt, warum sie keinen Gegenangriff braucht. Beide Quellen habe ich nur im Abstract gelesen. | |||
== Formal == | == Formal == | ||