Wesen 1: Raubtier – Wüterich: Unterschied zwischen den Versionen

K
Rache: Beschreibung; Stammbaum von Zorn und Jagdtrieb (mit Freigabe)
K (Zorn: Beschreibung; Gerechtigkeitssinn als zweiter Elter von Zorn (mit Freigabe))
K (Rache: Beschreibung; Stammbaum von Zorn und Jagdtrieb (mit Freigabe))
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== Jagdtrieb ==
== Jagdtrieb ==
* Stammbaum: von Raubtier · zu Stammesbruder, Amok
* Stammbaum: von Raubtier · zu Stammesbruder, Amok, Rache
* Zum Stammesbruder bringt er die gemeinsame Jagd auf Minderheiten, zum Amok die Entschlossenheit, das kalte Zielen.
* Zum Stammesbruder bringt er die gemeinsame Jagd auf Minderheiten, zum Amok die Entschlossenheit, das kalte Zielen.
* Beschreibung:  
* Beschreibung:  
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== Wüterich ==
== Wüterich ==
* Steckbrief: [[Wüterich]]
* Steckbrief: [[Wüterich]]
* Stammbaum: von Raubtier · zu Zorn, Choleriker, Schmach, Amok, Drohender, Krieger, Rache
* Stammbaum: von Raubtier · zu Zorn, Choleriker, Schmach, Amok, Drohender, Krieger
* Namen der Familie: Grimm, Beiß
* Namen der Familie: Grimm, Beiß
* Beschreibung: Die Wut packt einen. Die Vernunft wird ignoriert, und man tut extreme Dinge, die sonst gebannt sind: Gewalt ausüben oder verbal verletzen. Das entspricht dem Dämon. Er ist heftig und hat im Augenblick der Wut die ganze Macht, er lässt keine anderen Dämonen ans Steuer. Wut ist mehr Abwehr und spontane Reaktion.
* Beschreibung: Die Wut packt einen. Die Vernunft wird ignoriert, und man tut extreme Dinge, die sonst gebannt sind: Gewalt ausüben oder verbal verletzen. Das entspricht dem Dämon. Er ist heftig und hat im Augenblick der Wut die ganze Macht, er lässt keine anderen Dämonen ans Steuer. Wut ist mehr Abwehr und spontane Reaktion.
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== Zorn ==
== Zorn ==
* Stammbaum: von Wüterich, Gerechtigkeitssinn · zu Verachtung, Ärger, Eifersucht
* Stammbaum: von Wüterich, Gerechtigkeitssinn · zu Verachtung, Ärger, Eifersucht, Rache
* Beschreibung: Zorn ist Wut, die strafen will, und zwar aus Gerechtigkeit. Die Wut allein wehrt ab und entlädt sich spontan. Im Zorn kommt ein Urteil dazu: Mir ist Unrecht geschehen, du hast es getan, und du sollst dafür büßen. Darum richtet sich Zorn gegen einen bestimmten Menschen und lässt sich nicht an irgendwem auslassen. Schon Aristoteles bestimmt ihn so (Rhetorik II.2): das Streben nach sichtbarer Vergeltung für eine sichtbare Geringschätzung. Der Sprachgebrauch sagt dasselbe. Man spricht vom gerechten und heiligen Zorn, vom Zorn Gottes und vom Volkszorn, aber nicht von gerechter Wut.
* Beschreibung: Zorn ist Wut, die strafen will, und zwar aus Gerechtigkeit. Die Wut allein wehrt ab und entlädt sich spontan. Im Zorn kommt ein Urteil dazu: Mir ist Unrecht geschehen, du hast es getan, und du sollst dafür büßen. Darum richtet sich Zorn gegen einen bestimmten Menschen und lässt sich nicht an irgendwem auslassen. Schon Aristoteles bestimmt ihn so (Rhetorik II.2): das Streben nach sichtbarer Vergeltung für eine sichtbare Geringschätzung. Der Sprachgebrauch sagt dasselbe. Man spricht vom gerechten und heiligen Zorn, vom Zorn Gottes und vom Volkszorn, aber nicht von gerechter Wut.
:'''Wut und Zorn.''' Die Wörterbücher unterscheiden beide nicht einheitlich, manche behandeln Wut als gesteigerten Zorn. Hier gilt die Unterscheidung, wie man die Wörter im Alltag gebraucht: Wut ist Abwehr, Zorn ist Wut mit Strafwunsch.
:'''Wut und Zorn.''' Die Wörterbücher unterscheiden beide nicht einheitlich, manche behandeln Wut als gesteigerten Zorn. Hier gilt die Unterscheidung, wie man die Wörter im Alltag gebraucht: Wut ist Abwehr, Zorn ist Wut mit Strafwunsch.
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== Rache ==
== Rache ==
* Stammbaum: von Wüterich · zu –
* Stammbaum: von Zorn, Jagdtrieb · zu –
* Beschreibung:  
* Beschreibung: Rache ist vollführter Zorn. Der Zorn will strafen, die Rache straft. Dazu braucht es ein Motiv: ein Unrecht, das jemand getan hat, und der Wille, es zu vergelten. Rache ist deshalb nicht spontan wie die Wut. Sie kann Jahre warten, plant und trifft genau den, der es getan hat.
:'''Der Graf von Monte Christo.''' Edmond Dantès wird verraten und verbringt vierzehn Jahre im Gefängnis. Als er herauskommt, zahlt er jedem seiner Verräter heim, was ihm angetan wurde, und das mit Geduld, Verkleidung und Geld. Das ist keine Wut. Die Wut hätte ihn im Kerker verzehrt. Der Roman hat die Rache zum Stoff, weil sie ein langer, kalter Weg ist.
:'''Heiße und kalte Aggression.''' Hier zeigt sich der Unterschied, der bei Wüterich und Amok schon steht: Wut entlädt sich laut und sofort, Rache zielt leise. Der Zorn gibt ihr das Urteil, der Jagdtrieb die Ausdauer.
:'''Was man damit tut.''' Natürlich heißt nicht erlaubt. Auch die gerechteste Rache bleibt Selbstjustiz, und der Rächer wird selbst zum Täter. Auch Dumas lässt seinen Grafen am Ende zweifeln, ob er zu weit gegangen ist.


== Verlegener ==
== Verlegener ==