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Steinwerkzeuge sind zwar viel älter. Die ältesten sind rund 3,3 Millionen Jahre alt (Lomekwi, Kenia), den Faustkeil gibt es seit rund 1,76 Millionen Jahren (Kokiselei, Kenia). Aber der Faustkeil hat sich über eine Million Jahre lang kaum verändert. Der Sprung kam erst mit der kulturellen Revolution vor etwa 50.000 bis 40.000 Jahren. Da kam alles auf einmal: Kunst, Musik, Schmuck, gemeinsame Zeichen, neue Werkzeuge, und von da an hat sich die Technik ständig verändert. Die Flut der Erfindungen begann, als es eine innere Welt gab, die sich ausdrücken wollte. | Steinwerkzeuge sind zwar viel älter. Die ältesten sind rund 3,3 Millionen Jahre alt (Lomekwi, Kenia), den Faustkeil gibt es seit rund 1,76 Millionen Jahren (Kokiselei, Kenia). Aber der Faustkeil hat sich über eine Million Jahre lang kaum verändert. Der Sprung kam erst mit der kulturellen Revolution vor etwa 50.000 bis 40.000 Jahren. Da kam alles auf einmal: Kunst, Musik, Schmuck, gemeinsame Zeichen, neue Werkzeuge, und von da an hat sich die Technik ständig verändert. Die Flut der Erfindungen begann, als es eine innere Welt gab, die sich ausdrücken wollte. | ||
== Warum die Theorien versagen == | |||
Keine Theorie bildet die Vielfalt der menschlichen Motive angemessen ab. Dabei deutet schon der Mann auf der Straße die einzelnen Motive richtig, wenn sie ihm begegnen. Der Grund ist: Er erkennt auf eine andere Art. Er sieht den Groll im Gesicht des anderen, und in ihm regt sich derselbe Groll. Er braucht keine Definition. Die Wissenschaft hat diesen Weg ausgeschlossen. Sie lässt nur gelten, was man von außen messen kann (siehe [[Zwerg]]). | |||
Dazu will die Wissenschaft wenige Ursachen. Bei Freud ist am Ende fast alles Trieb, für die Behavioristen ist alles Belohnung und Strafe, für die Ökonomen ist alles Nutzen. Aber das Leben hat viele Wesen. | |||
Die Psychologen Gordon Allport und Henry Odbert haben 1936 ein englisches Wörterbuch durchgesehen und 17.953 Wörter gefunden, mit denen man Menschen beschreibt. Die Persönlichkeitsforschung hat daraus später mit Statistik fünf Faktoren gemacht, die „Big Five“: Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit, Neurotizismus. Damit lässt sich gut messen, aber Groll, Häme, Trotz und Schadenfreude sind dabei verschwunden. Die genauere Karte steckte schon in der Alltagssprache, in den [[Die alten Götter|alten Göttern]] und in der Dichtung. | |||
Allerdings liest auch der Mann auf der Straße nicht immer richtig. Es gehört viel langwierige Übung dazu, andere Menschen richtig zu lesen. Und die eigene Reaktion auf das Gelesene ist noch nicht dasselbe wie das, was man liest. Sie kann Abwehr sein, ein moralisches Urteil oder ein Vorurteil. Man muss da sehr nüchtern sein. Allein schon das [[Wesen 1: Raubtier – Wüterich#Raubtier|Raubtier]] zu sehen ist schwierig, denn da sind sehr viele erlernte Filter. Und davon lebt die [[Hexe]]: Menschen glauben Zuschreibungen. Vielleicht muss man es auch unbedingt wollen. | |||
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