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Es sind DÄMONEN. | Es sind DÄMONEN. | ||
[[Entstehungsgeschichte]]</blockquote> | [[Entstehungsgeschichte]]</blockquote> | ||
== Werden und Sein == | |||
Warum dauert der Stein an über die Zeit? Wegen seinem Andauern. Das Sein ist keine Erklärung, sondern ein Begriff X, der das Phänomen bezeichnet und dann als Ursache dafür ausgegeben wird. Das ist ein Hütchenspiel: eine Nussschale, unter der angeblich etwas liegt. Aber da ist nichts. | |||
Das ist derselbe Trick, den Molière 1673 im „Eingebildeten Kranken" verspottet hat: Warum macht Opium schläfrig? „Weil es eine einschläfernde Kraft hat" (''virtus dormitiva''). Der Effekt wird umbenannt und als Ursache ausgegeben. | |||
Heraklit beschreibt dagegen, was man sieht: „Du kannst nicht zweimal in denselben Fluss steigen, denn immer neue Wasser fließen zu" (Fragment 12). Die Welt ist „ein ewig lebendiges Feuer, nach Maßen erglimmend und nach Maßen erlöschend" (Fragment 30). Das Werden ist der Ausgangspunkt der Beschreibung. Es braucht keine logische Ableitung, denn jede Ableitung ist selbst ein Vorgang in der Zeit. | |||
Dauer ist ein Zustand, der in jedem Augenblick neu erzeugt wird, durch Kräfte, die ihn gegen Störungen wiederherstellen (Kybernetik). Beim Thermostat ist das die Regelung, bei der Seele sind es die Kreise der Dämonen. | |||
== Was ein Dämon ist == | == Was ein Dämon ist == | ||