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Dauer ist ein Zustand, der in jedem Augenblick neu erzeugt wird, durch Kräfte, die ihn gegen Störungen wiederherstellen (Kybernetik). Beim Thermostat ist das die Regelung, bei der Seele sind es die Kreise der Dämonen. | Dauer ist ein Zustand, der in jedem Augenblick neu erzeugt wird, durch Kräfte, die ihn gegen Störungen wiederherstellen (Kybernetik). Beim Thermostat ist das die Regelung, bei der Seele sind es die Kreise der Dämonen. | ||
Wir beobachten, dass jedes Andauern im Werden eine Form von Fortpflanzung in der Zeit ist. Ein kybernetischer Kreis. Ein Muster erzeugt sich selbst immer wieder neu. Die Kerzenflamme heizt den Wachs zu Gas, das sie verbrennt. Dadurch entsteht Hitze, die den Wachs aufheizt. Bei Lebewesen ist offensichtlich, wie sie Nachkommen zeugen. Aber sie beschaffen auch die Nahrung, die sie essen, um ein Wesen zu sein, das Nahrung beschafft. Und die Wechselwirkung von Quarks hält das Proton zusammen: Unterbindet man den dynamischen Austausch von Gluonen, sind die Bindungskräfte weg. Das ist nicht „Sein", sondern ein dynamischer Vorgang. Dass dasselbe erhalten wird, heißt nicht, dass es dasselbe Ding ist. Es ist dasselbe dynamische Muster. Wir steigen niemals zweimal in denselben Fluss. | |||
Dafür gibt es den Begriff Autopoiesis (Maturana und Varela 1972): ein Netzwerk von Prozessen, dessen Bestandteile das Netzwerk erzeugen, das sie hervorbringt. Beim Proton stammen nur etwa 1 % der Masse vom Higgs-Feld (Symmetry Magazine). Der Rest entsteht aus der Wechselwirkung der Quarks. | |||
== Was ein Dämon ist == | == Was ein Dämon ist == | ||