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K
Rammler heißt jetzt Begehren
K (Grundlagen: Das Ich als Geschichte, Erzählte Identität)
K (Rammler heißt jetzt Begehren)
 
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:'''Die Äußerung entspricht der Art.''' Die Äußerungen eines Dämons entsprechen seiner Art. Und damit ist jegliche Art von Design gemeint: Architektur, Tapetenmuster, Autos, Möbel, Raumgestaltung, Landschaftsgestaltung.
:'''Die Äußerung entspricht der Art.''' Die Äußerungen eines Dämons entsprechen seiner Art. Und damit ist jegliche Art von Design gemeint: Architektur, Tapetenmuster, Autos, Möbel, Raumgestaltung, Landschaftsgestaltung.
:'''Die Wirkung.''' Und umgekehrt wirkt das auch so auf die Zuschauer. Die Gestaltung eines Dämons beschwört diesen Dämon in anderen. Dabei ist zu erkennen, dass das bei Urdämonen stärker wirkt.
:'''Die Wirkung.''' Und umgekehrt wirkt das auch so auf die Zuschauer. Die Gestaltung eines Dämons beschwört diesen Dämon in anderen. Dabei ist zu erkennen, dass das bei Urdämonen stärker wirkt.
:'''Urdämonen.''' Urdämonen sind die Dämonen ohne Abstammung. Die Begriffe Raubtier und Beutetier sind nur eine grobe Zuordnung, aber kein Wesen. Als Urdämonen gelten zum Beispiel Vampir, Wüterich, Freude, Rammler, Angst, Überraschung, Neugier. Ekman hat welche beschrieben.
:'''Urdämonen.''' Urdämonen sind die Dämonen ohne Abstammung. Die Begriffe Raubtier und Beutetier sind nur eine grobe Zuordnung, aber kein Wesen. Als Urdämonen gelten zum Beispiel Vampir, Wüterich, Freude, Begehren, Angst, Überraschung, Neugier. Ekman hat welche beschrieben.
:Von mir: '''Ekman.''' Paul Ekman beschrieb seit den 1960er Jahren Basisemotionen mit eigenem, kulturübergreifendem Gesichtsausdruck: Freude, Trauer, Wut, Angst, Ekel und Überraschung, später kam Verachtung dazu.
:Von mir: '''Ekman.''' Paul Ekman beschrieb seit den 1960er Jahren Basisemotionen mit eigenem, kulturübergreifendem Gesichtsausdruck: Freude, Trauer, Wut, Angst, Ekel und Überraschung, später kam Verachtung dazu.
:'''Das Alter der Urdämonen.''' Die Urdämonen sind so alt, dass sich ihre Entwicklung verliert. Bei Fischen, Reptilien und Vögeln ist davon noch wenig vorhanden. Bei Säugetieren dürfte das meiste da sein. Dazu gehören Hunger und Appetit, Durst und Schlummer: Die körperlichen gehören auch dazu. Die Seele des Menschen hat sich in ihrer Komplexität aus diesen Urdämonen entwickelt. Das zeigt sich auch daran, dass die Analyse sie auf wenige Urdämonen zurückführt.
:'''Das Alter der Urdämonen.''' Die Urdämonen sind so alt, dass sich ihre Entwicklung verliert. Bei Fischen, Reptilien und Vögeln ist davon noch wenig vorhanden. Bei Säugetieren dürfte das meiste da sein. Dazu gehören Hunger und Appetit, Durst und Schlummer: Die körperlichen gehören auch dazu. Die Seele des Menschen hat sich in ihrer Komplexität aus diesen Urdämonen entwickelt. Das zeigt sich auch daran, dass die Analyse sie auf wenige Urdämonen zurückführt.
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:'''Die Grundlage der Kultur.''' Mythen sind die Grundlage jeder Kultur. Dadurch wird auch das Wissen weitergegeben. Das ist heute nicht anders: Bücher erzählen Geschichten.
:'''Die Grundlage der Kultur.''' Mythen sind die Grundlage jeder Kultur. Dadurch wird auch das Wissen weitergegeben. Das ist heute nicht anders: Bücher erzählen Geschichten.
:Von mir: '''Erzählend gespeichert.''' Walter Ong beschrieb 1982 in ''Orality and Literacy'', dass Kulturen ohne Schrift ihr Wissen in Erzählungen, Formeln und Rhythmus bewahren, weil man sich Geschichten merken kann. Nunn und Reid (2016) fanden in australischen Küstenerzählungen Erinnerungen an den Meeresanstieg, die mehr als 7.000 Jahre zurückreichen.
:Von mir: '''Erzählend gespeichert.''' Walter Ong beschrieb 1982 in ''Orality and Literacy'', dass Kulturen ohne Schrift ihr Wissen in Erzählungen, Formeln und Rhythmus bewahren, weil man sich Geschichten merken kann. Nunn und Reid (2016) fanden in australischen Küstenerzählungen Erinnerungen an den Meeresanstieg, die mehr als 7.000 Jahre zurückreichen.
:'''Das Ich als Geschichte.''' Was man das Ich nennt, ist nur eine Geschichte, die sich im Laufe der Zeit aus den Erfahrungen gebildet hat. Und Menschen erzählen sich am Tag andauernd selbst, wer sie sind. Siehe [[Die Entstehung der Seele#Die Erfindung des Ich|Die Erfindung des Ich]].
:'''Das Ich als Geschichte.''' Was man das Ich benennt, ist nur eine Geschichte, die sich im Laufe der Zeit aus den Erfahrungen gebildet hat. Und Menschen erzählen sich am Tag andauernd selbst, wer sie sind. Siehe [[Die Entstehung der Seele#Die Erfindung des Ich|Die Erfindung des Ich]].
:Von mir: '''Erzählte Identität.''' Dan McAdams beschrieb in ''The Stories We Live By'' (1993) die Identität als innere Lebensgeschichte, die ein Mensch fortlaufend schreibt. Daniel Dennett nannte das Selbst 1991 einen „Schwerpunkt der Erzählung“ (center of narrative gravity).
:Von mir: '''Erzählte Identität.''' Dan McAdams beschrieb in ''The Stories We Live By'' (1993) die Identität als innere Lebensgeschichte, die ein Mensch fortlaufend schreibt. Daniel Dennett nannte das Selbst 1991 einen „Schwerpunkt der Erzählung“ (center of narrative gravity).


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:'''Alltäglich.''' Fast die Hälfte von 293 Hinterbliebenen sah oder spürte den toten Partner (Rees 1971). 37 % von 4.972 Befragten hatten beim Einschlafen Halluzinationen (Ohayon u. a. 1996). 46 von 50 Romanautoren erleben ihre Figuren als eigenwillig handelnd (Taylor u. a. 2003).
:'''Alltäglich.''' Fast die Hälfte von 293 Hinterbliebenen sah oder spürte den toten Partner (Rees 1971). 37 % von 4.972 Befragten hatten beim Einschlafen Halluzinationen (Ohayon u. a. 1996). 46 von 50 Romanautoren erleben ihre Figuren als eigenwillig handelnd (Taylor u. a. 2003).
* '''Bannung:''' Man kann einen Dämon aushungern, dem Trigger ausweichen, die Verknüpfung durch eine andere ersetzen oder ihn immer wieder am Handeln hindern. Siehe [[Bannung]].
* '''Bannung:''' Man kann einen Dämon aushungern, dem Trigger ausweichen, die Verknüpfung durch eine andere ersetzen oder ihn immer wieder am Handeln hindern. Siehe [[Bannung]].
* '''Wenn der Dämon sein Ziel verliert:''' Ein Dämon lebt von dem, worauf er gerichtet ist, und gibt dem Leben Sinn. Dieses Ziel kann verschwinden. Man erreicht es: Die Rache ist vollzogen, das Ziel der Karriere ist erreicht. Oder es bricht weg: Die Person stirbt oder geht, auf die er gerichtet war, oder die Gemeinde schließt den Gläubigen aus. Oder der Dämon selbst lässt nach, so wie der [[Wesen 4: Leib, Nest und Lust#Rammler|Rammler]] im Alter. Das müssen keine negativen Gefühle sein. Die Mutter verliert ihren Sinn, wenn das Kind stirbt, die Frau, wenn der Mann stirbt oder geht, und für Männer gilt es entsprechend. Wer sich einseitig einem Dämon hingegeben hat, steht dann ratlos da. Die anderen Dämonen schweigen, so wie sie es jahrelang gelernt haben, und sind unterentwickelt. Wer immer nur Sex im Kopf hatte und keine anderen Hobbys pflegte, ist enttäuscht oder verzweifelt, wenn der Trieb nachlässt. Das ist der Rammler und nicht Aphrodite: Aphrodite ist die Bewunderung der Schönheit, ohne dass man den Akt beabsichtigt. Das betrifft einige Dämonen, nicht alle. Wer mehrere Dämonen gepflegt hat, hat dann noch einen, der übernehmen kann.
* '''Wenn der Dämon sein Ziel verliert:''' Ein Dämon lebt von dem, worauf er gerichtet ist, und gibt dem Leben Sinn. Dieses Ziel kann verschwinden. Man erreicht es: Die Rache ist vollzogen, das Ziel der Karriere ist erreicht. Oder es bricht weg: Die Person stirbt oder geht, auf die er gerichtet war, oder die Gemeinde schließt den Gläubigen aus. Oder der Dämon selbst lässt nach, so wie das [[Wesen 4: Leib, Nest und Lust#Begehren|Begehren]] im Alter. Das müssen keine negativen Gefühle sein. Die Mutter verliert ihren Sinn, wenn das Kind stirbt, die Frau, wenn der Mann stirbt oder geht, und für Männer gilt es entsprechend. Wer sich einseitig einem Dämon hingegeben hat, steht dann ratlos da. Die anderen Dämonen schweigen, so wie sie es jahrelang gelernt haben, und sind unterentwickelt. Wer immer nur Sex im Kopf hatte und keine anderen Hobbys pflegte, ist enttäuscht oder verzweifelt, wenn der Trieb nachlässt. Das ist das Begehren und nicht Aphrodite: Aphrodite ist die Bewunderung der Schönheit, ohne dass man den Akt beabsichtigt. Das betrifft einige Dämonen, nicht alle. Wer mehrere Dämonen gepflegt hat, hat dann noch einen, der übernehmen kann.
* '''Wenn der Dämon nicht anspringt:''' Ein Trigger wirkt nur, wenn der Dämon ansprechbar ist. Das ist ein allgemeines Phänomen. Wer Hunger hat, sieht Essen, und wer satt ist, schmeckt es weniger (Rolls 1981; Radel 2012). Wer traurig ist, sieht Trauriges (Bower). Wer keine Lust auf Sex hat, aus Hunger, Erschöpfung oder weil gerade eine Phase ist, bei dem fehlt dem Reiz die Wirkung. Wo ein Dämon wiederholt enttäuscht wurde, reagiert stattdessen oft der Ärger oder die Verachtung. Dann sieht man nicht, was man sonst sieht. Marcel Cabanac nannte 1979 die Abhängigkeit der Lust vom inneren Zustand Alliesthesie.
* '''Wenn der Dämon nicht anspringt:''' Ein Trigger wirkt nur, wenn der Dämon ansprechbar ist. Das ist ein allgemeines Phänomen. Wer Hunger hat, sieht Essen, und wer satt ist, schmeckt es weniger (Rolls 1981; Radel 2012). Wer traurig ist, sieht Trauriges (Bower). Wer keine Lust auf Sex hat, aus Hunger, Erschöpfung oder weil gerade eine Phase ist, bei dem fehlt dem Reiz die Wirkung. Wo ein Dämon wiederholt enttäuscht wurde, reagiert stattdessen oft der Ärger oder die Verachtung. Dann sieht man nicht, was man sonst sieht. Marcel Cabanac nannte 1979 die Abhängigkeit der Lust vom inneren Zustand Alliesthesie.
* '''Eine Chemie der Gefühle:''' Der Zweck dieses Wikis ist Aufklärung. Zuerst schauen, was da ist. Nietzsche hat gesagt (''Menschliches, Allzumenschliches'', Nr. 1): „Alles, was wir brauchen und was erst bei der gegenwärtigen Höhe der einzelnen Wissenschaften uns gegeben werden kann, ist eine Chemie der moralischen, religiösen, ästhetischen Vorstellungen und Empfindungen, ebenso aller jener Regungen, welche wir im Gross- und Kleinverkehr der Cultur und Gesellschaft, ja in der Einsamkeit an uns erleben: wie, wenn diese Chemie mit dem Ergebniss abschlösse, dass auch auf diesem Gebiete die herrlichsten Farben aus niedrigen, ja verachteten Stoffen gewonnen sind?“
* '''Eine Chemie der Gefühle:''' Der Zweck dieses Wikis ist Aufklärung. Zuerst schauen, was da ist. Nietzsche hat gesagt (''Menschliches, Allzumenschliches'', Nr. 1): „Alles, was wir brauchen und was erst bei der gegenwärtigen Höhe der einzelnen Wissenschaften uns gegeben werden kann, ist eine Chemie der moralischen, religiösen, ästhetischen Vorstellungen und Empfindungen, ebenso aller jener Regungen, welche wir im Gross- und Kleinverkehr der Cultur und Gesellschaft, ja in der Einsamkeit an uns erleben: wie, wenn diese Chemie mit dem Ergebniss abschlösse, dass auch auf diesem Gebiete die herrlichsten Farben aus niedrigen, ja verachteten Stoffen gewonnen sind?“

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