Wesen 2: Raubtier – Vampir: Unterschied zwischen den Versionen

K
Stolz: Text von ChatGPT eingepflegt (Spruch, Hunger, Trigger, Beschreibung)
K (Stolz: Felder, Beschreibung, Atmung, Belege (Tracy/Robins), Beispiele)
K (Stolz: Text von ChatGPT eingepflegt (Spruch, Hunger, Trigger, Beschreibung))
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== Stolz ==
== Stolz ==
* Stammbaum: von Sieg · zu Rückrat
* Stammbaum: von Sieg · zu Rückrat
* Trigger: Eine Leistung oder das Erreichte.
* Spruch: „Das habe ich mir selbst erarbeitet.“ „Ich lasse mich nicht herabwürdigen.“ „Ich habe meinen Stolz.“ „Lieber verzichte ich darauf.“ „Das habe ich nicht nötig.“ „Ich lasse mir von dem nichts sagen.“ „Wenn ich etwas mache, dann richtig.“
* Hunger: Selbstachtung, Würde und die Bestätigung des eigenen Wertes. Beim überheblichen Stolzen kommt der Wunsch nach Überlegenheit hinzu.
* Trigger: Eine Leistung oder das Erreichte. Eine Situation, in der sein Selbstwert berührt wird. Das kann eine Herausforderung sein, bei der er seine Fähigkeiten beweisen möchte, oder eine Kränkung, bei der er sich herabgesetzt fühlt. Besonders empfindlich reagiert der Stolze darauf, wenn seine Leistungen missachtet oder seine Fähigkeiten angezweifelt werden.
* Mimik: Ein kleines Lächeln.
* Mimik: Ein kleines Lächeln.
* Haltung: Kopf erhoben, Brust geweitet, ehrlich ohne Falschheit.
* Haltung: Kopf erhoben, Brust geweitet, ehrlich ohne Falschheit.
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:'''Nicht feindlich.''' Dazu muss man nicht feindlich sein. Nicht auf andere herabblicken.
:'''Nicht feindlich.''' Dazu muss man nicht feindlich sein. Nicht auf andere herabblicken.
:'''Atmung.''' Viele Dämonen haben auch mit der Atmung zu tun. Der Stolz hat eine ruhige, gleichmäßige und tiefe Atmung. Während etwa der [[Wesen 1: Raubtier – Wüterich#Büßer|Büßer]] das Gegenteil ist und eine flache und unglückliche Atmung hat mit seiner gebeugten Haltung.
:'''Atmung.''' Viele Dämonen haben auch mit der Atmung zu tun. Der Stolz hat eine ruhige, gleichmäßige und tiefe Atmung. Während etwa der [[Wesen 1: Raubtier – Wüterich#Büßer|Büßer]] das Gegenteil ist und eine flache und unglückliche Atmung hat mit seiner gebeugten Haltung.
:'''Der Stolze.''' Der Stolze will sich selbst achten können. Er misst seinen eigenen Wert an seinen Leistungen, Fähigkeiten, Überzeugungen oder seiner Herkunft. Sein Stolz entsteht aus der Vorstellung: „Ich bin jemand, und das lasse ich mir nicht nehmen.“
:'''Ursprung und Motiv.''' Stolz entsteht, wenn ein Mensch etwas an sich selbst als wertvoll empfindet und diesen Wert bewahren möchte. Das kann eine selbst erbrachte Leistung sein, eine überwundene Schwierigkeit, eine besondere Fähigkeit oder die Zugehörigkeit zu einer angesehenen Gemeinschaft. Der entscheidende Unterschied zur Eitelkeit: Der Stolze braucht nicht unbedingt Bewunderung. Er braucht einen Grund, sich selbst zu achten. Allerdings gibt es zwei sehr unterschiedliche Ausprägungen.
::* Leistungsstolz: „Ich habe etwas Schwieriges geschafft.“ Er motiviert zu Anstrengung, Ausdauer und hohen Ansprüchen.
::* Überheblichkeitsstolz: „Ich bin mehr wert als andere.“ Er verlangt Rang, Vorrang und Unterordnung.
:In der Psychologie entspricht das ungefähr der Unterscheidung zwischen authentic pride und hubristic pride (Tracy und Robins).
:'''Handlungsweise.''' Der Stolze will seinen Ansprüchen gerecht werden. Er kann außerordentlich gewissenhaft, ausdauernd und zuverlässig sein. Lieber nimmt er Schwierigkeiten auf sich, als sich selbst zu enttäuschen. Doch Stolz kann auch zur Falle werden. Er weigert sich, um Hilfe zu bitten, obwohl er sie braucht. Er gesteht einen Fehler nicht ein, weil er darin eine Erniedrigung sieht. Er lässt sich lieber schaden, als nachzugeben. Sein eigener Anspruch wird zu seinem Gefängnis.
:'''Was er fühlt.''' Wenn er seinen Ansprüchen gerecht wird, empfindet er Befriedigung, Stärke und Selbstachtung. Wird sein Stolz verletzt, kann er Scham, Wut, Trotz oder Verachtung empfinden. Besonders interessant ist, dass er selbst ein berechtigtes Zugeständnis als Niederlage erleben kann.
:'''Seine Schwäche.''' Der Stolze kann seinen eigenen Wert nicht immer von seiner Stellung oder seinen Leistungen trennen. Dann wird jeder Fehler zur Kränkung und jede Kritik zum Angriff auf seine Person. Er kann sogar etwas zerstören, das ihm wichtig ist, nur um seinen Stolz nicht aufgeben zu müssen.
:'''Wie man ihn beeinflusst.''' Den Stolzen öffentlich zu demütigen, ist meistens kontraproduktiv. Er wird versuchen, seine Würde zu verteidigen, selbst wenn ihm das schadet. Er ist eher erreichbar, wenn er einen Fehler korrigieren kann, ohne seine gesamte Selbstachtung zu verlieren. Man kann außerdem an seinen eigenen Anspruch appellieren: „Gerade weil du so viel Wert auf deine Arbeit legst, solltest du diesen Fehler korrigieren.“
:'''Stolz und Eitelkeit.''' Stolz und Eitelkeit können sich sogar widersprechen. Der Eitle möchte bewundert werden und passt sich dafür möglicherweise seinem Publikum an. Der Stolze kann gerade die Bewunderung ablehnen, wenn er sich dafür verbiegen müsste. Der Eitle fragt: „Was denken die anderen über mich?“ Der Stolze fragt: „Was würde ich über mich selbst denken?“ Das macht den Stolz zu einem besonders interessanten Wesen: Er kann sowohl eine Quelle großer Charakterstärke als auch eine Ursache verhängnisvoller Unnachgiebigkeit sein.
:Von mir: '''Belege.''' Tracy und Robins (2004, ''Psychological Science'' 15(3), 194–197) fanden in drei Experimenten einen erkennbaren Ausdruck des Stolzes: kleines Lächeln, Kopf leicht zurückgelegt, sichtbar geweitete Haltung, Arme über dem Kopf oder Hände in den Hüften (nach dem Abstract). Das deckt sich mit „Kopf erhoben, Brust geweitet“. Dieselben Autoren (2007, ''Journal of Personality and Social Psychology'' 92(3), 506–525) unterscheiden zwei Seiten des Stolzes, authentisch und hybrid („hubristic“), mit verschiedenen Persönlichkeitsmerkmalen (nach dem Abstract). Dass die hybride Seite der Arroganz entspricht, ist meine Zuordnung, nicht belegt.
:Von mir: '''Belege.''' Tracy und Robins (2004, ''Psychological Science'' 15(3), 194–197) fanden in drei Experimenten einen erkennbaren Ausdruck des Stolzes: kleines Lächeln, Kopf leicht zurückgelegt, sichtbar geweitete Haltung, Arme über dem Kopf oder Hände in den Hüften (nach dem Abstract). Das deckt sich mit „Kopf erhoben, Brust geweitet“. Dieselben Autoren (2007, ''Journal of Personality and Social Psychology'' 92(3), 506–525) unterscheiden zwei Seiten des Stolzes, authentisch und hybrid („hubristic“), mit verschiedenen Persönlichkeitsmerkmalen (nach dem Abstract). Dass die hybride Seite der Arroganz entspricht, ist meine Zuordnung, nicht belegt.
:Von mir: '''Beispiele.''' Der Handwerker, der nach der Abnahme vor seinem fertigen Werk steht. Die Mutter bei der Abschlussfeier ihres Kindes. Die Mannschaft nach dem Pokalgewinn.
:Von mir: '''Beispiele.''' Der Handwerker, der nach der Abnahme vor seinem fertigen Werk steht. Die Mutter bei der Abschlussfeier ihres Kindes. Die Mannschaft nach dem Pokalgewinn.