Wesen 2: Raubtier – Vampir: Unterschied zwischen den Versionen

K
Hass: Text von ChatGPT wörtlich eingepflegt, Das Wollen, Spruch, Hunger
K (Hass: Offene Frage korrigiert (Vampir will Macht), Zeitzeugenbericht Steinwürfe)
K (Hass: Text von ChatGPT wörtlich eingepflegt, Das Wollen, Spruch, Hunger)
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== Hass ==
== Hass ==
* Stammbaum: von Vampir · zu –
* Stammbaum: von Vampir · zu –
* Beschreibung:
* Spruch: „Solche Leute sind das Letzte.“ „Der hat nichts anderes verdient.“ „Ohne diese Menschen wäre die Welt besser.“ „Ich werde dem niemals verzeihen.“ „Es geschieht ihm recht.“
* Hunger: Dass das verhasste Objekt verschwindet, bestraft, gedemütigt oder seiner Macht beraubt wird.
* Beschreibung: Hass ist eine anhaltende, feindselige Haltung gegenüber einem Menschen oder einer Gruppe, deren Existenz, Eigenschaften oder Verhalten als unerträglich, bedrohlich oder verwerflich empfunden werden. Anders als Wut, die meist auf ein konkretes Ereignis reagiert, richtet sich Hass gegen die Person selbst.
:'''Das Motiv.''' Der Hassende will nicht unbedingt etwas besitzen oder erreichen. Er will, dass das verhasste Objekt verschwindet, bestraft, gedemütigt oder seiner Macht beraubt wird. Dahinter können unterschiedliche Motive stehen:
::* Rache: Der andere soll für erlittenes Unrecht bezahlen.
::* Bedrohungsabwehr: Der andere wird als Gefahr für die eigene Person, Gruppe oder Lebensordnung betrachtet.
::* Neid und Kränkung: Der andere verkörpert etwas, das man selbst nicht besitzt oder das den eigenen Selbstwert verletzt.
::* Moralische Verurteilung: Der andere wird als grundsätzlich böse oder verwerflich angesehen.
::* Gruppenzugehörigkeit: Gemeinsamer Hass schafft Zusammenhalt und ein Gefühl der Überlegenheit.
:'''Was der Hassende fühlt.''' Hass kann mit Zorn, Ekel, Verachtung und Abscheu verbunden sein. Er kann aber auch erstaunlich kalt sein. Der Hassende muss nicht ständig wütend sein. Er kann ruhig und überlegt handeln und trotzdem die Vernichtung seines Gegners wünschen. Besonders interessant: Hass kann Befriedigung erzeugen. Wenn dem Verhassten etwas Schlechtes widerfährt, empfindet der Hassende möglicherweise Freude, Genugtuung oder Erleichterung.
:'''Was der Hassende sagt.''' Die Aussagen (siehe Spruch) zeigen eine wichtige Eigenschaft: Der Hassende betrachtet das Leiden des anderen nicht mehr unbedingt als etwas Schlechtes.
:'''Hass, Wut und Verachtung.'''
{| class="wikitable"
! Gefühl !! Innerer Kern
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| Wut || Du hast etwas getan, das ich nicht akzeptiere.
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| Verachtung || Du bist minderwertig und meiner Achtung nicht würdig.
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| Hass || Du bist etwas, das ich nicht ertragen will.
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| Rachsucht || Du sollst für das bezahlen, was du getan hast.
|}
:'''Warum Hass so lange anhält.''' Hass kann sich selbst stabilisieren. Der Hassende interpretiert neue Informationen über den Gegner bevorzugt negativ. Gute Handlungen werden als Heuchelei abgewertet, schlechte als Bestätigung seines Urteils betrachtet. Dadurch entsteht ein Kreislauf: Der Hass liefert die Begründung für sich selbst.
:'''Der entscheidende psychologische Punkt.''' Hass benötigt nicht zwingend Angst, Minderwertigkeitsgefühle oder persönliche Verletzungen. Ein Mensch kann hassen, weil er gelernt hat, bestimmte Menschen als Feinde zu betrachten, weil er daraus soziale Anerkennung gewinnt oder weil ihm ihre Bestrafung Freude bereitet. Hass ist deshalb nicht immer eine unkontrollierte Emotion. Er kann auch eine bewusst gepflegte Haltung sein. Die gefährlichste Entwicklung beginnt dort, wo der Hassende das Leiden des anderen nicht nur hinnimmt, sondern als gerecht und wünschenswert betrachtet.
:'''Hass auf eine Person.''' Man kann eine Person hassen. Ursache ist eine zugefügte Verletzung. Da ist gewiss die Bereitschaft, dieser Person Schaden zuzufügen, und die Phantasie darüber.
:'''Hass auf eine Person.''' Man kann eine Person hassen. Ursache ist eine zugefügte Verletzung. Da ist gewiss die Bereitschaft, dieser Person Schaden zuzufügen, und die Phantasie darüber.
:'''Wie Hass auf eine Person entsteht.''' Hass auf eine bestimmte Person hat eine Entstehungsgeschichte. Er entsteht nicht grundlos, auch wenn die Gründe auf Irrtümern beruhen können. Entscheidend ist, was der andere für den Hassenden bedeutet.
::* Verletzung: Die Person hat ihm etwas angetan, das er nicht verzeihen kann. Aus Wut wird dauerhafte Feindschaft.
::* Demütigung: Die Person hat seinen Selbstwert oder sein Ansehen beschädigt. Ihre bloße Anwesenheit erinnert ihn daran.
::* Neid: Die Person besitzt etwas, das er selbst begehrt. Ihr Erfolg wird als eigene Niederlage erlebt.
::* Verrat: Die Person hat Vertrauen zerstört. Gerade aus großer Zuneigung kann besonders intensiver Hass entstehen.
::* Bedrohung: Die Person gefährdet etwas, das ihm wichtig ist: seine Sicherheit, seine Stellung, seine Beziehungen oder seine Überzeugungen.
::* Moralische Empörung: Die Person hat etwas getan, das seinen grundlegenden Wertvorstellungen widerspricht. Dazu muss er nicht selbst betroffen sein.
:'''Von der Handlung zum Menschen.''' Dabei gibt es einen wichtigen psychologischen Mechanismus: Am Anfang steht häufig die Ablehnung einer Handlung. Später wird daraus die Ablehnung des ganzen Menschen. Aus „Was du getan hast, ist unverzeihlich“ wird „Du bist unverzeihlich“. Und damit verändert sich etwas Grundlegendes: Selbst wenn die ursprüngliche Ursache verschwindet, kann der Hass bestehen bleiben. Der Hassende braucht dann nicht mehr jedes Mal einen neuen Grund. Die Person selbst ist zum Auslöser geworden. Das erklärt auch, weshalb sich Hass manchmal über Jahrzehnte hält, obwohl die Beteiligten längst keinen Kontakt mehr haben. Der Grund, aus dem Hass ursprünglich entsteht, ist nicht unbedingt derselbe Grund, aus dem er aufrechterhalten wird.
:'''Das Wollen.''' Man will dem Schaden zufügen, den man hasst. Es kann aber durch Bedenken verhindert werden. Aber das Wollen ist da.
:'''Hass auf eine Gruppe.''' Man kann auch eine Gruppe hassen. Das ist im Prinzip der feindliche Stamm, der einen bedroht und verteufelt wird. Das wird von Demagogen benutzt. Die Gruppe wird entmenschlicht und vogelfrei. Da sind dann auch unmenschliche Maßnahmen erlaubt. Die nationalsozialistische Propaganda behauptete über die Juden, sinngemäß: „Sie wollen die Weltherrschaft. Sie haben den Krieg aus Geldgier angezettelt. Sie verderben das Blut.“ Es gibt genügend Beispiele dafür, wie Demagogen eine Gruppe verteufeln, die man dann hassen kann.
:'''Hass auf eine Gruppe.''' Man kann auch eine Gruppe hassen. Das ist im Prinzip der feindliche Stamm, der einen bedroht und verteufelt wird. Das wird von Demagogen benutzt. Die Gruppe wird entmenschlicht und vogelfrei. Da sind dann auch unmenschliche Maßnahmen erlaubt. Die nationalsozialistische Propaganda behauptete über die Juden, sinngemäß: „Sie wollen die Weltherrschaft. Sie haben den Krieg aus Geldgier angezettelt. Sie verderben das Blut.“ Es gibt genügend Beispiele dafür, wie Demagogen eine Gruppe verteufeln, die man dann hassen kann.
:'''Aus einer Verletzung wird Gruppenhass.''' Kriegsgefangene wurden auf offenen Wagen transportiert, an Bahnhöfen angespuckt und geschlagen. Ein Zeitzeuge berichtete außerdem, dass von Brücken Steine auf die offenen Wagen geworfen wurden. Wer das erlebt hat, hasst danach nicht nur die Täter, sondern das ganze Volk, dem sie angehören.
:'''Aus einer Verletzung wird Gruppenhass.''' Kriegsgefangene wurden auf offenen Wagen transportiert, an Bahnhöfen angespuckt und geschlagen. Ein Zeitzeuge berichtete außerdem, dass von Brücken Steine auf die offenen Wagen geworfen wurden. Wer das erlebt hat, hasst danach nicht nur die Täter, sondern das ganze Volk, dem sie angehören.
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:Von mir: '''Verbrechen und Herkunft.''' Zur Behauptung „Illegale begehen weniger Verbrechen“: Light, He und Robey (2020, PNAS) werteten Festnahmen aus Texas aus. Illegal Eingewanderte hatten deutlich niedrigere Festnahmeraten für schwere Straftaten als gebürtige US-Bürger und legal Eingewanderte. Ousey und Kubrin (2018) fassten 51 Studien zusammen: Zwischen Einwanderung und Kriminalität besteht im Durchschnitt ein leicht negativer, sehr schwacher Zusammenhang, mit Unterschieden zwischen den Studien. Einschränkung: Die Texas-Daten betreffen einen Bundesstaat und zählen Festnahmen, nicht Taten; die Meta-Analyse betrifft Einwanderer insgesamt. Gegenstudien habe ich nicht geprüft.
:Von mir: '''Verbrechen und Herkunft.''' Zur Behauptung „Illegale begehen weniger Verbrechen“: Light, He und Robey (2020, PNAS) werteten Festnahmen aus Texas aus. Illegal Eingewanderte hatten deutlich niedrigere Festnahmeraten für schwere Straftaten als gebürtige US-Bürger und legal Eingewanderte. Ousey und Kubrin (2018) fassten 51 Studien zusammen: Zwischen Einwanderung und Kriminalität besteht im Durchschnitt ein leicht negativer, sehr schwacher Zusammenhang, mit Unterschieden zwischen den Studien. Einschränkung: Die Texas-Daten betreffen einen Bundesstaat und zählen Festnahmen, nicht Taten; die Meta-Analyse betrifft Einwanderer insgesamt. Gegenstudien habe ich nicht geprüft.
:Von mir: '''Was die Forschung zum Hass sagt.''' Aristoteles trennt in der ''Rhetorik'' (II 4) Zorn und Hass: Zorn richtet sich auf Einzelne, Hass auch auf Klassen von Menschen („der Dieb“, „der Denunziant“). Zorn wird durch Zeit geheilt, Hass nicht. Der Zornige will, dass der andere Schmerz empfindet; der Hassende will ihm Schaden zufügen und hätte ihn lieber nicht mehr da. Hass kann auch ohne eine zugefügte Kränkung entstehen. Fischer, Halperin, Canetti und Jasini (2018, ''Emotion Review'') fassen die Forschung so zusammen: Hass beruht auf einer stabil negativen Einschätzung von Personen oder Gruppen, gilt mehr dem, was sie sind, als dem, was sie tun, und will das Ziel beseitigen. Er breitet sich besonders in Konflikten zwischen Gruppen aus und wirkt für die Hassenden beruhigend. Daraus folgt (meine Folgerung): Eine Gruppe lässt sich mit Hass gut binden, auch wenn ihr Verhalten ihn nicht rechtfertigt. Zeki und Romaya (2008) fanden bei 17 Versuchspersonen beim Betrachten eines gehassten Menschen Aktivität im Putamen, in der Insula und in Stirnhirnbereichen, einen „Hass-Schaltkreis“. Haslam (2006) unterscheidet zwei Formen der Entmenschlichung; sie erleichtert Gewalt, verursacht sie aber nicht allein. Dagegen wirkt Kontakt: Pettigrew und Tropp (2006) werteten 515 Studien mit 713 Stichproben aus, Kontakt zwischen Gruppen senkt Vorurteile.
:Von mir: '''Was die Forschung zum Hass sagt.''' Aristoteles trennt in der ''Rhetorik'' (II 4) Zorn und Hass: Zorn richtet sich auf Einzelne, Hass auch auf Klassen von Menschen („der Dieb“, „der Denunziant“). Zorn wird durch Zeit geheilt, Hass nicht. Der Zornige will, dass der andere Schmerz empfindet; der Hassende will ihm Schaden zufügen und hätte ihn lieber nicht mehr da. Hass kann auch ohne eine zugefügte Kränkung entstehen. Fischer, Halperin, Canetti und Jasini (2018, ''Emotion Review'') fassen die Forschung so zusammen: Hass beruht auf einer stabil negativen Einschätzung von Personen oder Gruppen, gilt mehr dem, was sie sind, als dem, was sie tun, und will das Ziel beseitigen. Er breitet sich besonders in Konflikten zwischen Gruppen aus und wirkt für die Hassenden beruhigend. Daraus folgt (meine Folgerung): Eine Gruppe lässt sich mit Hass gut binden, auch wenn ihr Verhalten ihn nicht rechtfertigt. Zeki und Romaya (2008) fanden bei 17 Versuchspersonen beim Betrachten eines gehassten Menschen Aktivität im Putamen, in der Insula und in Stirnhirnbereichen, einen „Hass-Schaltkreis“. Haslam (2006) unterscheidet zwei Formen der Entmenschlichung; sie erleichtert Gewalt, verursacht sie aber nicht allein. Dagegen wirkt Kontakt: Pettigrew und Tropp (2006) werteten 515 Studien mit 713 Stichproben aus, Kontakt zwischen Gruppen senkt Vorurteile.
:Von mir: '''Offene Frage.''' Der Hasser des Aristoteles will, dass der andere nicht mehr da ist. Der Vampir will die Macht über die Beute; das Leiden zufügen ist Sache von Piesacker und Folterer. Ob Hass vom Vampir oder vom Zorn abstammt (Gerechtigkeitssinn, Kränkung), ist hier offen; der Stammbaum bleibt vorerst unverändert.
:Von mir: '''Offene Frage.''' Aristoteles meint, dem Hassenden sei das Leiden des anderen gleichgültig; Cikara und Fiske (2011) fanden bei verachteten und beneideten Fremdgruppen dagegen Freude am Unglück, auch körperlich messbar (Mimik, Gesichtsmuskeln). Der Hasser des Aristoteles will, dass der andere nicht mehr da ist. Der Vampir will die Macht über die Beute; das Leiden zufügen ist Sache von Piesacker und Folterer. Ob Hass vom Vampir oder vom Zorn abstammt (Gerechtigkeitssinn, Kränkung), ist hier offen; der Stammbaum bleibt vorerst unverändert.


== Gewißheit ==
== Gewißheit ==