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Admin (Diskussion | Beiträge) K (Kobold: Pater Müller, Der Chor, Der Name der Rose (mit Freigabe)) |
Admin (Diskussion | Beiträge) K (Kobold: Warum vom Vampir; Warum er den Diktator trifft (mit Freigabe)) |
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:Siehe auch die Analyse im Steckbrief [[Kobold]]: Zähnefletschen als Zeichen der Freundlichkeit, „Du bist von meiner Art.“ | :Siehe auch die Analyse im Steckbrief [[Kobold]]: Zähnefletschen als Zeichen der Freundlichkeit, „Du bist von meiner Art.“ | ||
:'''Warum vom Vampir.''' Der Kobold ist ein Kind des Vampirs, weil er dessen Zähne behält. Der Vampir spielt mit der Beute, wie die Katze mit der Maus. Der Kobold spielt auch, aber das Spiel hat kein Opfer. Das Lachen zeigt die Zähne und beißt nicht zu. | |||
:'''Warum er den Diktator trifft.''' Der Diktator ist kein eigenes Wesen, sondern ein Gemisch. Oft stammt er vom Wüterich und vom Narzissten, mit Grandiosität, Auserwähltheit und Wahn, und manchmal ist er auch kühl und berechnend. Allen gemeinsam ist der Ernst, den sie für sich verlangen. Wer lacht, nimmt ihm diesen Ernst. | |||
:'''Der Feind der Diktatoren.''' „Deshalb bannen Diktatoren Humor / Den Kobold“. Ein Lacher im Saal, und die Welt, die der Demagoge erzeugt hat, bricht zusammen. Die Rüstungsarbeiterin Marianne Elise Kürchner aus Berlin wurde 1943 vom Volksgerichtshof zum Tod verurteilt und hingerichtet, weil sie einen Witz erzählt hatte: Hitler und Göring stehen auf dem Berliner Funkturm, und Göring schlägt Hitler vor zu springen, damit die Berliner wieder lachen. Rudolph Herzog beschreibt den Fall in seinem Buch über den Humor im Dritten Reich, ''Heil Hitler, das Schwein ist tot!'' (2006). | :'''Der Feind der Diktatoren.''' „Deshalb bannen Diktatoren Humor / Den Kobold“. Ein Lacher im Saal, und die Welt, die der Demagoge erzeugt hat, bricht zusammen. Die Rüstungsarbeiterin Marianne Elise Kürchner aus Berlin wurde 1943 vom Volksgerichtshof zum Tod verurteilt und hingerichtet, weil sie einen Witz erzählt hatte: Hitler und Göring stehen auf dem Berliner Funkturm, und Göring schlägt Hitler vor zu springen, damit die Berliner wieder lachen. Rudolph Herzog beschreibt den Fall in seinem Buch über den Humor im Dritten Reich, ''Heil Hitler, das Schwein ist tot!'' (2006). | ||
:'''Pater Müller.''' Auch der katholische Priester Joseph Müller wurde 1944 hingerichtet, weil er einen Witz erzählt hatte. Ein sterbender Soldat will sehen, wofür er stirbt, und man stellt ihm Bilder von Hitler und Göring ans Bett. Er sagt: „Jetzt kann ich sterben wie Jesus Christus.“ Der Volksgerichtshof wertete das als Vergleich mit den beiden Verbrechern, die neben Jesus gekreuzigt wurden. | :'''Pater Müller.''' Auch der katholische Priester Joseph Müller wurde 1944 hingerichtet, weil er einen Witz erzählt hatte. Ein sterbender Soldat will sehen, wofür er stirbt, und man stellt ihm Bilder von Hitler und Göring ans Bett. Er sagt: „Jetzt kann ich sterben wie Jesus Christus.“ Der Volksgerichtshof wertete das als Vergleich mit den beiden Verbrechern, die neben Jesus gekreuzigt wurden. | ||