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== Schmarotzer == | == Schmarotzer == | ||
* Stammbaum: noch ohne Ort | * Stammbaum: noch ohne Ort | ||
* Beschreibung: | * Verwandt: [[Wesen 2: Raubtier – Vampir#Lästerer|Lästerer]], [[Wesen 2: Raubtier – Vampir#Täuscher|Täuscher]], [[Wesen 4: Leib, Nest und Lust#Geltung|Geltung]] | ||
* Hunger: Geltung, und den eigenen Vorteil. | |||
* Gegenspieler: die Souveränität. Ehre, Aufrichtigkeit, Wahrheit, direkt sein. Über andere lästert man nicht, außer über das, was wirklich falsch ist (siehe [[Wesen 2: Raubtier – Vampir#Achtung|Achtung]], [[Wesen 2: Raubtier – Vampir#Stolz|Stolz]]). Nietzsche zählt zu dem, was die vornehme Art verachtet, „der bettelnde Schmeichler, vor Allem der Lügner“, und: „"Wir Wahrhaftigen" - so nannten sich im alten Griechenland die Adeligen.“ (''Jenseits von Gut und Böse'' 260.) | |||
* Beschreibung: | |||
Er nimmt und gibt nicht. Man gibt ihm, aber wenn man selbst etwas will, passiert nichts. Dazu lästert er über andere, die gerade nicht anwesend sind. Beides gehört zusammen. | |||
Dahinter steht das Bedürfnis nach Geltung. Er weiß eigentlich, dass er nicht so gut ist, und das schmerzt. Diese Minderwertigkeitsgefühle muss er ausblenden, durch Lügen. Indem er andere kleiner macht, steht er selbst größer da. In der Gruppe kommt kaum jemand mit ihm aus, und keiner mag ihn. | |||
:'''Theophrast''' hat ihn um 319 vor Christus in den ''Charakteren'' beschrieben, als den Unverschämten: Er bestiehlt einen Mann und kommt dann wieder, um sich bei ihm Geld zu leihen. Er nimmt Freunde ins Theater mit, zahlt seinen Anteil nicht und bringt am nächsten Tag noch seine Kinder und deren Lehrer mit. Er leiht sich beim Nachbarn Gerste und verlangt, dass man sie ihm nach Hause bringt. Auch bei Theophrast gehört das Lästern dazu: Er beschreibt einen, der Leuten ins Gesicht schmeichelt, über die er hinter ihrem Rücken herzieht, und bei dem die Geschäfte immer dann schlecht laufen, wenn ein Freund etwas leihen will. | |||
== Dozent == | == Dozent == | ||