897
Bearbeitungen
Admin (Diskussion | Beiträge) K (Drama Queen: Dialoge und Inszenierungen) |
Admin (Diskussion | Beiträge) K (Spendabel: Eintrag) |
||
| Zeile 72: | Zeile 72: | ||
== Spendabel == | == Spendabel == | ||
* Stammbaum: noch ohne Ort | * Stammbaum: noch ohne Ort | ||
* Beschreibung: | * Hunger: Geben und dafür gesehen, bewundert oder geliebt werden. Die Freude daran, dass der andere sich freut. | ||
* Trigger: Ein Anlass zum Schenken: ein Fest, ein Gast, ein Wiedersehen. Eine Runde, die jemand ausgeben kann. Ein Publikum, das zusieht. | |||
* Bannung: Die Gabe ist angenommen, der andere freut sich. Oder das Geld ist alle. | |||
* Mimik: Das Gesicht strahlt, die Augen sind weit, ein breites Lächeln. Der Blick sucht die Reaktion des anderen. | |||
* Haltung: Offen, die Arme weit, die Handflächen nach oben. Die Hand greift zur Brieftasche oder zur Flasche. | |||
* Beschreibung: | |||
:'''Das Geben.''' Der Spendabel gibt mehr, als nötig wäre, und gibt gern. Er lädt ein, zahlt die Runde, schenkt mehr, als man erwartet. Das Geben selbst macht ihm Freude, nicht erst die Gegengabe. | |||
:'''Sprüche.''' | |||
:* Das geht auf mich! | |||
:* Lass mal, ich mach das. | |||
:* Nimm doch, ich hab genug. | |||
:* Ich lade dich ein. | |||
:* Kein Problem, das schaff ich schon. | |||
:'''Vom Sammler unterschieden.''' Der [[Wesen 4: Leib, Nest und Lust#Sammler|Sammler]] will haben und nicht hergeben. Der Spendabel will geben. Beim Sammler ist die Entgleisung der Messi, beim Spendabel der Verschwender. | |||
:'''Der Preis.''' Wer gibt, schafft Bindung und Ansehen. Das ist der alte Brauch des Geschenks: Wer schenkt, verpflichtet den anderen. Marcel Mauss beschreibt das in „Die Gabe“ (1925). | |||
:'''Entgleisung.''' Der Spendabel gibt über seine Verhältnisse. Er wird ausgenutzt, oder er bindet andere durch Schuld, ohne es zu wollen. | |||
== Kamerad == | == Kamerad == | ||