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Es ist ''sehr wohl'' möglich aus unserem Erleben relevante Erkenntnisse zu gewinnen. Selbst dann, wenn diese nicht quantifizierbar oder objektivierbar sein mögen. Wer würde das auch bestreiten wollen - außer unseren Gelehrten. | Es ist ''sehr wohl'' möglich aus unserem Erleben relevante Erkenntnisse zu gewinnen. Selbst dann, wenn diese nicht quantifizierbar oder objektivierbar sein mögen. Wer würde das auch bestreiten wollen - außer unseren Gelehrten. | ||
Eines sonnigen Tages ging ich in unserer Wohnung die Treppe hinab und sah diese leuchtende Wand. | Eines sonnigen Tages ging ich in unserer Wohnung die Treppe hinab und sah diese leuchtende Wand. | ||
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<blockquote> | <blockquote> | ||
''The opaque eyes in their powdered clown masks will not see the emptiness of their minds but prefer to adhere with wormlike tenacity to the thin curtain of matter which is set in the floor of the cage where | ''The opaque eyes in their powdered clown masks will not see the emptiness of their minds but prefer to adhere with wormlike tenacity to the thin curtain of matter which is set in the floor of the cage where I keep them for amusement.'' | ||
''They live in a | ''They live in a Lilliput of the soul, yet imagine themselves gods and Titans.'' <br> | ||
[Brian M. Stableford | Man in a cage] | [Brian M. Stableford | Man in a cage] | ||
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Kurz vor diesem Erlebnis hatte ich einen Satz in einem Buch gelesen, | |||
Kurz vor diesem Erlebnis hatte ich einen Satz in einem Buch gelesen, das "Auge und Gehirn" heißt. Das ermöglichte meine neue Erkenntnis überhaupt erst: | |||
Zitat: | Zitat: | ||
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Was für ein artiger Schluß. | Was für ein artiger Schluß. | ||
Ein Physiker sagt folgendes: | Ein Physiker sagt folgendes: | ||
Da trifft also Licht auf diesen Körper dort und wird reflektiert | Da trifft also Licht auf diesen Körper dort und wird reflektiert. In Wirklichkeit sind das ja Photonen mit einer bestimmten Wellenlänge die sich dann fortbewegen schließlich zum Auge gelangen, dort auf die Netzhaut treffen und dann im Gehirn (noch so ein allmächtiger Lückenbüßer) den Sinneseindruck von Rot erzeugen. | ||
Aber das ist alles nur in unserem Kopf und die Farbe Rot ist ''in Wirklichkeit'' eine Wellenlänge. | Aber das ist alles nur in unserem Kopf und die Farbe Rot ist ''in Wirklichkeit'' eine Wellenlänge. | ||
Das ''wirkliche'' Rot ist eine elektromagnetische Schwingung nämlich 430nm um genau zu sein. | Das ''wirkliche'' Rot ist eine elektromagnetische Schwingung nämlich 430nm um genau zu sein. | ||
Ich bestreite nicht, daß die messbaren Wellenlängen von Licht in einem gewissen präzisen Zusammenhang der Präsenz von "rot" steht (ich bin kein ''solcher'' Narr). Ich habe aber auch nicht die geringste Vorstellung, was dies eigentlich zur Sache tut! | |||
Da habe ich die eine Wahrnehmung (rot), und da habe ich die ''andere'' Wahrnehmung (Messung der Wellenlänge). Und diese beiden Wahrnehmungen setze ich in einen präzisen mathematischen Zusammenhang | |||
Das ist alles. | Das ist alles. | ||
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Wo aber bei alledem kommt die Materie ins Spiel? | Wo aber bei alledem kommt die Materie ins Spiel? | ||
Kein | Kein Mensch hat jemals bestritten, dass unsere sinnlichen Erfahrungen in einer manchmal sehr komplizierten Beziehung zueinander stehen. | ||
Das ist allgemeine Erfahrung. | Das ist allgemeine Erfahrung. | ||
Aber wie kommt man aufgrund dieser Tatsache zu der Annahme, dass dabei ein Stoff vermittelt der prinzipiell und per Definition jeglicher Erfahrung unzugänglich ist? Ich weiß ich sehr wohl warum ein Physiker glaubt zu wissen, was real ist und auch warum er dies glaubt. | Aber wie kommt man aufgrund dieser Tatsache zu der Annahme, dass dabei ein Stoff vermittelt der prinzipiell und per Definition jeglicher Erfahrung unzugänglich ist? | ||
Ich weiß ich sehr wohl warum ein Physiker glaubt zu wissen, was real ist und auch warum er dies glaubt. | |||
Das langweilige daran ist, dass man seinen Gegner nicht nur versteht, sondern seine ganze Historie kennt und weiß wie und warum er sich gerade dort irrt - und umgekehrt bereitet es Überdruss auch zu verstehen wie er meine Position nicht verstehen kann. | Das langweilige daran ist, dass man seinen Gegner nicht nur versteht, sondern seine ganze Historie kennt und weiß wie und warum er sich gerade dort irrt - und umgekehrt bereitet es Überdruss auch zu verstehen, wie er meine Position nicht verstehen kann. | ||
Ja - das gibt viel her für eine Komödie. | Ja - das gibt schon viel her für eine Komödie. | ||
Da würde ein Physiker sagen: Materie sind doch die Atome. Atome gibt es also gibt es auch die Materie. | Da würde ein Physiker sagen: Materie sind doch die Atome. Atome gibt es also gibt es auch die Materie. | ||
== Was war Materialismus == | == Was war Materialismus == | ||
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Unser Allgemeinwissen ist um Jahrzehnte veraltet. | Unser Allgemeinwissen ist um Jahrzehnte veraltet. | ||
Und eine idee ist um so länger unterwegs je grundlegender sie ist. Bereits Faradays Feldbegriff war ein Angriff auf den Materiebegriff. Es war die Schule von Milet Thales und Anaximander und Anaximenes die als erste die Phänomene nicht mythologisch sondern als natürliches Wirken eines universalen Urstoffes erklärten. Wasser, Luft, Erde, Feuer. | Und eine idee ist um so länger unterwegs je grundlegender sie ist. Bereits Faradays Feldbegriff war ein Angriff auf den Materiebegriff. Es war die Schule von Milet: Thales und Anaximander und Anaximenes die als erste die Phänomene nicht mythologisch, sondern als natürliches Wirken eines universalen Urstoffes erklärten. Wasser, Luft, Erde, Feuer. | ||
Dies wird allgemein als der Beginn der Naturwissenschaft angesehen. Damit wurde erstmals versucht die Phänomene durch natürliche Vorgänge zu erklären statt mythologisch. Blitze werden nicht von Zeus geschleudert. Später hat sich der Begriff der Stofflichkeit des Materials, der Materie immer mehr verflüchtigt. Er wurde immer weiterer sinnlicher Qualitäten entledigt. Bis schließlich bei Demokrits Atomen nur noch Ausdehnung, Masse und Bewegung übrig sind. Und da stehen wir noch | Dies wird allgemein als der Beginn der Naturwissenschaft angesehen. Damit wurde erstmals versucht die Phänomene durch natürliche Vorgänge zu erklären statt mythologisch. Blitze werden nicht von Zeus geschleudert. Später hat sich der Begriff der Stofflichkeit des Materials, der Materie immer mehr verflüchtigt. Er wurde immer weiterer sinnlicher Qualitäten entledigt. Bis schließlich bei Demokrits Atomen nur noch Ausdehnung, Masse und Bewegung übrig sind. Und da stehen wir noch Heute. Tatsächlich muss man sagen: Da ''standen'' wir. | ||
Längst wurden auch diese Eigenschaften durch die moderne | Längst wurden auch diese Eigenschaften durch die moderne Physik als nicht elementar erkannt. | ||
Festigkeit erlangen Atome nur dadurch, das sich Elektronen gegenseitig abstoßen. Deshalb kann meine Hand den Stein nicht durchdringen. Ausdehnung erlangen Atome unter anderem wegen dem Pauliprinzip. Eigentlich bestehen sie zum größten Teil aus leerem Raum. | Festigkeit erlangen Atome nur dadurch, das sich Elektronen gegenseitig abstoßen. Deshalb kann meine Hand den Stein nicht durchdringen. Ausdehnung erlangen Atome unter anderem wegen dem Pauliprinzip. Eigentlich bestehen sie zum größten Teil aus leerem Raum. | ||
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Die idee der Stofflichkeit oder Substanz oder Materie: | Die idee der Stofflichkeit oder Substanz oder Materie: | ||
Spaltung in | Spaltung in sinnliche Welt und platonischer ewige Ideenwelt. | ||
"Stoff" ist: Ich nehme gleichartiges Baumaterial und schaffe damit Form. | "Stoff" ist: Ich nehme gleichartiges Baumaterial und schaffe damit Form. | ||
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So wie ein Töpfer aus Ton verschiedene Teller, Tassen, Schalen formt. | So wie ein Töpfer aus Ton verschiedene Teller, Tassen, Schalen formt. | ||
==Einwände des Immaterialismus== | |||
===Materie als "Träger"=== | |||
Materie als "Träger" wurde nur erfunden, um zu erklären wie die sinnlichen Phänomene miteinander zusammenhängen. | Materie als "Träger" wurde nur erfunden, um zu erklären wie die sinnlichen Phänomene miteinander zusammenhängen. | ||
Dieser Tisch dort trägt das Buch und trägt auch das Glas, | Dieser Tisch dort trägt das Buch und trägt auch das Glas, das auf ihm steht und verbindet beide auf diese Weise miteinander. | ||
Auf eben diese Weise trägt auch die Materie die sinnlichen Phänomene die wir erfahren und verbindet diese auf nämliche Weise miteinander. | Auf eben diese Weise trägt auch die Materie die sinnlichen Phänomene die wir erfahren und verbindet diese auf nämliche Weise miteinander. | ||
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Das ist ein ungelöstes und unlösbares Rätsel. | Das ist ein ungelöstes und unlösbares Rätsel. | ||
Wie ist das möglich, dass voneinander verschiedene | Wie ist das möglich, dass voneinander verschiedene Einzelheiten zugleich in einem Ganzen nebeneinander existieren? | ||
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Wir modernen | |||
Wir modernen Immaterialisten sind weit entfernt von der Naivität eines Ernst Mach Atome zu bestreiten (>>haben`s denn eins gesehen?<<). | |||
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Wir bewundern Berkeley`s Argumentation, dass die Hypothese einer nicht-sinnlichen Essenz durchaus ''nicht'' | Wir bewundern Berkeley`s Argumentation, dass die Hypothese einer nicht-sinnlichen Essenz durchaus ''nicht'' die Existenz unserer sinnlichen Erfahrung erklären vermag. | ||
Das wird von den Materialisten durchaus zugegeben. | Das wird von den Materialisten durchaus zugegeben. | ||
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Die Form ist der Stoff! | Die Form ist der Stoff Und wie kann sie da nur sein! | ||
Wie kann nur Verschiedenheit sein? | Wie kann nur Verschiedenheit sein? | ||
Wo doch alles was existiert gleichen Anteil an der Existenz hat, gleiches SEIN, ''identisches'' SEIN! | Wo doch alles was existiert gleichen Anteil an der Existenz hat, gleiches SEIN, ''identisches'' SEIN hat, so doch die gleiche Substanz ist, wie - so frage ich - wie kann da nur Verschiedenheit ''sein''? Denn was nicht existiert kann auch nicht sein, oder! | ||
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Da sah ein Descartes sich genötigt zwei unterschiedliche '''Substanzen''' zu postulieren: | Da sah ein Descartes sich genötigt zwei unterschiedliche '''Substanzen''' zu postulieren: | ||
Die denkende und die nicht-denkende (Materie) . | Die denkende und die nicht-denkende (Materie Doch es gibt keine zwei Stoffe und „Materie“ ist nur hinzuerfunden als Trägermedium für die sinnlichen Qualitäten, so wie dereinst auch der Äther hinzuerfunden war als Trägermedium für die elektromagnetischen Wellen. | ||
<br>“Träger“, das heißt hier: So wie ein Tisch die Gegenstände trägt, die auf ihm liegen und also verbindet, so wird dem erfundenen Faktor X (der Materie) die Verbindung der sinnlichen Erscheinungen zugeschrieben. „Materie“ als unsichtbarer ''Klebstoff''. | |||
A) . | |||
Wozu hat der Mensch das Bewußtsein erfunden, wo doch alle Vorgänge auch mechanisch ''ohne'' Wahrnehmung ablaufen könnten. Welchen Evolutionsvorteil bot die Entwicklung von Bewußtsein? | |||
Wozu hat der Mensch das Bewußtsein erfunden, wo doch alle Vorgänge auch mechanisch ''ohne'' Wahrnehmung ablaufen könnten. Welchen Evolutionsvorteil bot die Entwicklung von Bewußtsein Diese Frage geht von unbewiesenen Voraussetzungen aus. Denn die sinnliche Wahrnehmung (ROT!) ist die ursprüngliche Qualität, ist der „Stoff“, ist das „Sein“ und die materielle Existenz nur eine Fabel. | |||
A? | |||
Wie erschafft der materielle Sehnerv das sinnliche SEHEN. | Wie erschafft der materielle Sehnerv das sinnliche SEHEN. | ||
Ich behaupte, das alles was wir ''kennen'' (und nicht nur theoretisch ''erschließen'') ohne weiteres Zutun ein '''Gewahrsein''' in sich trägt. | Ich behaupte, das Instrument Buch gesehen. Und auch vieles anderes gibt es, das haben wir nicht selbst gesehen, sondern nur durch ein Instrument gesehen: Z.B. Ultraviolett. Ultraviolett läßt sich nachweisen, weil es den Film schwärzt. Ultraviolett kann ich selbst nicht sehen (kein Mensch kann das). Hier ist eine Wahrnehmung, die mir nicht bekannt ist. Ich habe aber auch nie behauptet, daß mir alle Wahrnehmungen bekannt sind oder sein müssen. | ||
<br>Was ich allein behaupte ist, daß alles was wir ''kennen'' (und nicht nur theoretisch ''erschließen'') ohne weiteres Zutun ein '''Gewahrsein''' in sich trägt. | |||
Für das Gewahrsein ist keine weitere Ursache notwendig. | Für das Gewahrsein ist keine weitere Ursache notwendig. | ||
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So kann man immer weiter fragen ad infinitium. | So kann man immer weiter fragen ad infinitium. | ||
Es ist eben ein Irrtum, dass die Welt aus getrennten Teilen, | Es ist eben ein Irrtum, dass die Welt aus getrennten Teilen sei, die nur richtig zusammengeklebt werden müssen. | ||
Es ist ja noch nie ein Teil abgetrennt gewesen und alles klebt untrennbar aneinander. | Es ist ja noch nie ein Teil abgetrennt gewesen und alles klebt untrennbar aneinander. | ||
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Hier wird - wie so oft - in der Frage eine falsche Annahme vorausgesetzt. | Hier wird - wie so oft - in der Frage eine falsche Annahme vorausgesetzt. | ||
Nämlich dass es abgetrennte Teile gibt. | Nämlich dass es abgetrennte Teile gibt. Aber gerade das ist das Merkmal vom '''Teil''', dass er ''teilhat'' am Ganzen. | ||
Es ist nicht nötig völlig getrennte Monaden oder Atome zusammenzukleben. Sie waren ja gar nie verlorengegangen. | |||
Beweis: Ich sehe Verschiedenheit, Mehreres mit '''einem''' Blick. | |||
Es '''gibt''' Verschiedenheit in der Verbindung des ganzen. | |||
Es gibt Probleme, deren Lösung naturgemäß gerade ''nicht'' der verstandesmäßigen Analyse zugänglich sind. | |||
Der Reduktionismus hat seine methodischen Grenzen. | |||
Man kann nicht jedes Problem lösen, indem man es in Teile zerteilt, diese Teile beschreibt und anschließend wieder zusammensetzt. | |||
Auch diese Methode hat ihre Grenzen. So erfolgreich sie auch in Technik und Wissenschaft ist. | |||
Die Frage nach der Natur der Verbindung von Teilen ist durch sie definitionsgemäß unlösbar. Eine geteilte Verbindung ist eben gar keine Verbindung mehr. | |||
Die Frage nach der Natur der Wahrnehmung ist durch Sezierung und Auftrennung von Nerven letztlich unbeantwortbar. | |||
- So große Fortschritte man auch darin gemacht hat, wie Sinneswahrnehmungen entstehen - so ist man damit der Frage ihrer gegenwärtigen Existenz doch keinen Schritt weiter. | |||
== Teile Was ist der Kleb-Stoff, der die Welt im innersten zusammenhält? | |||
<br>Es ist von vornherein ein falscher Ansatz danach zu fragen, was die Welt "im innersten zusammenhält". | |||
Da wird in der Frage eine bestimmte Antwort bereits vorausgesetzt. | |||
<br>Grober Fehler! | |||
<br>Das setzt voraus, das == | |||
Die Verbindung von Teilen ist der innere Kern der Realität und bedarf keiner weiteren Erklärung. Und ich spreche hier nicht von Chemie. | |||
Aber die Zwerge haben rationale, reduktionistische Erklärungsmethoden gelernt. Und da ist eine "Erklärung" immer die Verknüpfung von bisher getrennten Teilen. | |||
Was ist der Kleb-Stoff, der die Welt im innersten zusammenhält?<br> | |||
Diese Frage setzt die Existenz von Teilen voraus, die unverbunden existieren und durch einen Klebstoff erst miteinander verbunden werden müssen. | |||
Aber es gibt keine solchen "Teile". | |||
Wir haben die "Teile" erst '''erfunden'''. | |||
In der Natur kommt so etwas wie unsere "Teile" gar nicht vor. | |||
Der Begriff "Teil" ist eine ''Fiktion'' von uns. | |||
Eine Fiktion, die erst durch folgende Prozedur eine Bedeutung erhält: | |||
Wir nehmen ein Puzzle-Teil und setzen es erst hierhin und dann dorthin. Der Bezug des Puzzle-Teils zur Umgebung ist anscheinend beliebig. Dagegen bleibt das Puzzle-Teil gleich. Also meinen wir, dass wir ein Puzzle aus von der Umgebung isolierten Puzzle- Teilen ''zusammensetzen'' können. | |||
Danach wundern wir uns, wie die Puzzle-Teile zusammenhalten, wo sie doch nachgewiesenermaßen von ihrer Umgebung unabhängig sind. | |||
Doch diese ganze Argumentation ist ein Irrtum. | |||
Alles ist aus EINEM Stück und es gibt keine Teile. | |||
Die Beziehung eines Teils zur Umgebung ist beliebig. Doch wechselt ein Ding seine Beziehung zur Umgebung, seinen Ort, so ist es ein '''anderes''' Ding. | |||
Man steigt niemals zweimal in denselben Fluß. | |||
Das ist ein typisches Beispiel dafür, wie ein Paradigma seine eigenen Folgerungen begründet und hinterher wiederum als Bestätigung nimmt. | |||
Die ganze Argumentationskette setzt voraus, dass es '''Identisches''' gibt - das Teil ist dasselbe nur die Umgebung ist eine andere. | |||
Aber es gibt nichts Identisches!!! | |||
Identität ist nur eine Gewohnheit von uns um verschiedene Phänomene wiederzuerkennen, ''aktiv'' miteinander zu verwechseln, um so etwas wie ''Erfahrung'' zu ermöglichen. Das heißt wir verknüpfen die Verwechselbarkeit mit einem Deja-Vu-Erlebnis und synthetisieren in dieser Weise den Begriff der Identität. | |||
Mit welchem recht tun wir das? Mit einem göttlichen Einblick in die absolute platonische Ideenwelt sicher nicht. | |||
Der Erfolg gibt uns Recht: Wir leben noch. Alle Nominalisten der TAT sind mangels Gedächtnis schon vor Urzeiten ausgestorben. | |||
== Noch mal Teile == | |||
Wodurch erkennen wir überhaupt die ''Wirkung'' von Teilen? Doch nur daran wie sich das Ganze verhält, wenn ihm die Teile ''fehlen'' - wenn wir ''dieses'' Teil entfernen. | |||
Ein Forscher rief einem Floh zu: >>Spring!<< - und der floh sprang. Da riß der Forscher dem Ffloh ein Bein aus und wiederholte das Experiment. Und wieder sprang der Floh. Dies setzte sich fort bis zum letzten Flohbein. Und wiederum rief der Forscher dem Floh zu: >>Spring!<< - doch der Floh sprang nicht. Zufrieden notierte der Forscher in sein Notizbuch: Flöhe hören mit ihrem letzten Bein. - | |||
Es ist ein grundsätzlicher Fehlschluß aus der ausbleibenden Wirkung auf die Ursache zu schließen. Wir erkennen die Wirkung des Teils also gar nicht an der ihm eigentlichen Wirkkraft aus seiner Wirklichkeit, sondern diese erfinden wir nur dazu, diese ''erdichten'' wir nur aus dem Ausbleiben einer Wirkung. Aus dem was fehlt, wenn dieses Teil fehlt. Doch dies ist ein fataler folgenreicher Fehlschluß unserer Logik, ein plumper Irrtum, der unserer gesamten schließenden Logik zugrundeliegt; und in so manchem Paradox mündet. | |||
Ich stelle hiermit die Gültigkeit von Kausalität in Frage. | |||
Pragmatisch? - Ja. | |||
Aber Realität? - Nein. | |||
Verschiedene verschachtelte Fälle. | |||
Die Quantentheorie gilt als paradox und unverständlich, nur weil hier unsere falsche reduktionistische Logik versagt. Das young`sche Doppelspaltexperiment widerlegt unsere übliche Auffassung von Realität und Logik. Das Interferenzmuster aus beiden Spalten ist nicht einfach die Summe der Muster der einzelnen Spalte. Das Ganze ist nicht die Summe seiner Teile. Man sieht damit ist der Fundamentalsatz der reduktionistischen Logik widerlegt. >>Teile/analysiere und setze aus diesen Teilen das Ganze wieder zusammen<< ist '''falsch'''. Dieser Satz ist in vielen Fällen erfolgreich anwendbar, aber er hat nichts damit zu tun wie die Realität eigentlich funktioniert. Ich hatte nie ein Problem mit dem Doppelspalt-Experiment, weil ich sowieso nie an eine reduktonistische Wirklichkeit geglaubt habe. | |||
Wir sind Wirbeltiere, die gerade eben aus dem Meer gekrochen sind und haben Rituale entwickelt, wiederkehrende Bewegungen, eine '''Choreographie''' und verwechseln diese Rituale mit GEIST. Doch auch dies ist nur ein Irrtum der Muskeln. Die Welt ist nun einmal nicht aus Legobausteinen zusammengesetzt und jeder Physiker kann heute bezeugen daß ein Teil-chen nicht einfach nur ein Teil ist. Jeder Witz springt über die Logik und zeigt wie aus einfachen Voraussetzungen eben gerade nicht die zu erwarteten, vorauszusehenden Folgen folgen. | |||
== Nominalismus == | |||
>>Es scheint demnach, daß wir, um gewiß zu sein, daß dieser Satz allgemein wahr ist, entweder einen besonderen Beweis für jedes einzelne Dreieck führen müssen, was unmöglich ist, oder es ein für allemal zeigen müssen an der abstrakten ''Idee eines Dreiecks'', woran alle einzelnen unterschiedslos teilhaben, und wodurch sie alle gleichmäßig repräsentiert werden. Darauf antworte ich, daß, obschon die Idee, die ich im Auge habe, während ich den Beweis führe, z.B. die eines gleichschenkligen rechtwinkligen Dreiecks ist, dessen Seiten von einer bestimmten Länge sind, ich nichtsdestoweniger dessen gewiß sein kann, daß derselbe Beweis Anwendung findet auf alle anderen geradlinigen Dreicke, von welcher Form oder Größe sie auch immer sein mögen, und zwar darum, weil weder der rechte Winkel noch die Gleichheit zweier Seiten noch auch die bestimmte Länge der Seiten irgendwie bei der Beweisführung in Betracht gezogen worden sind. Zwar trägt das Gebilde, welches ich vor Augen habe, alle diese Besonderheiten an sich, aber es ihrer durchaus keine Erwähnung in dem Beweis des Satzes geschehen. (. . .) Aus diesem Grunde und nicht darum, weil ich von der abstrakten Idee eines Dreiecks den Beweis geführt hätte, schließe ich, daß das von einem einzelnen rechtwinkligen gleichschenkligen Dreieck Erwiesene von jedem schiefwinkligen und ungleichseitigen Dreieck wahr ist.<< | |||
[George Berkeley | Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis] | |||
Eine Beweisführung wird nicht dadurch allgemeingültig, dass man sie auf etwas ALLGEMEINES / ABSTRAKTES anwendet. | |||
Eine Beweisführung wird dadurch "allgemeingültig", dass man sie ''beliebig'' auf jeden speziellen Einzelfall anwenden kann. | |||
ES GIBT ÜBERHAUPT NICHTS ALLGEMEINES ! ! ! | |||
Es gibt nur Einzelfälle. | |||
Es gibt nur konkrete Einzelheiten. | |||
Und auch eine allgemeingültige Beweisführung ist solch ein konkreter Einzelfall, der nur an dieser einen Stelle existiert an der er ist. | |||
ALLE Regeln werden aus '''Einzelheiten''' erkannt und gebildet. | |||
Einzelheiten sind die ''einzigen'' Realitäten. | |||
Denn Regeln sind nur über Einzelheiten erreichbar. | |||
Der Inhalt von Regeln ist etwas anderes als ein existierendes DING. | |||
Es ist ein ''Ritual,'' eine ''Gewohnheit'' ein gesiebtes Prinzip, aber keine Realität. Es ist ein Algorithmus, eine Handlungsanweisung, ein Backrezept. | |||
Als solches aber wiederum selbst auch nur eine Einzelheit. Soviel zu der Existenz abstrakter Ideen. | |||
Mathematik existiert nicht in irgendeinem abstrakten Ideenhimmel. Mathematik ist eine Sammlung von Algorithmen, die ganz konkret als Einzelheiten exitieren, nämlich niedergeschrieben als Zeichen in einem Mathematikbuch und da wo man diese Handlungsanweisungen dieser Zeichen konkret ausführt. | |||
Da. Nur da. | |||
Mathematik ist eine '''Fälschung'''. | |||
1 = 1 ist eine Lüge. | |||
1 = 1 ist falsch. | |||
1 = 1 ist nicht die Feststellung der Identität zweier Zahlen. | |||
Es ist der Beschluss, dass man zwei Zahlen, die ''nicht'' gleich sind miteinander verwechseln '''will'''. | |||
1 ≠ 1 ist wahr. | |||
Denn die linke Eins steht links und die rechte Eins steht rechts. | |||
Beide Zahlen ''können'' nicht identisch sein. Dann könnte kein Gleichheitszeichen zwischen ihnen stehen. | |||
'''Ist das wirklich noch Niemandem aufgefallen?''' | |||
Ich bin immer sehr amüsiert, wenn es in der Diskussion um die Frage geht, ob die imaginäre Zahl i real ist. | |||
Haben die Leute denn gar nicht bemerkt, dass bereits die Zahl EINS nicht real ist? | |||
Es gibt keine Identität. | |||
Wenn man fünf Äpfel zählt, dann sind diese ''nicht'' identisch. | |||
Der eine ist rot, der andere ist grün. | |||
Einer ist groß und noch einer klein. | |||
Aber wir tun so, als '''ob''' die Äpfel identisch wären. | |||
Das bedeutet: Wir ''verwechseln'' die Äpfel miteinander. Es ist uns egal, ob man zuerst diesen oder jenen Apfel zählt. | |||
Erst durch diese Operation '''erzeugen''' wir so etwas wie "Identität". | |||
"Identität" ist kein existierendes DING, sondern ein ''Algorithmus''. Nämlich die Handlungsanweisung Objekte miteinander zu ''verwechseln'' und ihr individuelles Dasein - das heißt ihre konkrete Realität - dabei zu ignorieren. | |||
Mathematiker und Wissenschaftler fabrizieren eine Fälschung. | |||
Diese Fälschung kann man entlarven. | |||
Man muss nur aufmerksam darauf achten, was sie tatsächlich konkret TUN, um zu diesen Ergebnissen zu gelangen. | |||
Man wird immer finden, dass sie ganz konkrete Handlungsanweisungen an ganz konkreten Objekten ausführen, auch wenn das komische Schnörkel aus einem Mathematikbuch sind. Sie werden niemals mit etwas hantieren, dass nicht konkret und eine Einzelheit ist. | |||
Sie werden nie mit einem abstrakten Objekt hantieren, das aus dem platonischen Ideenhimmel stammt und nicht konkret ist. | |||
Sie sind im Irrtum. <br> | |||
Sie glauben die imaginäre Zahl i ist ein DING und deshalb eine abstrakte Idee. Sie ist aber eine ''Handlungsanweisung'' bestimmte Schritte durchzuführen. | |||
Feststellung: | |||
Man kommt zu exakt denselben Ergebnissen der Mathematik ohne abstrakte Ideen. | |||
Und zwar wenn man definierte Algorithmen auf konkrete Objekte/Zeichen anwendet. | |||
Man muss nur die richtige '''Choreografie''' eingeübt haben. | |||
Das ist jedenfalls das, was Mathematiker tatsächlich TUN ! ! ! | |||
Wozu bitte braucht man dann noch die Existenz von abstrakten Ideen? | |||
Wenn diese in der Praktik der Mathematik gar nicht vorkommen? | |||
== Materie als ad hoc-Hypothese == | |||
Der Begriff "Materie" ist eine Fiktion, eine Erfindung, eine Worthülse. | |||
Das heißt man nimmt eine Black Box. Dann malt man ein großes '''X''' darauf und klebt ein Etikett mit einem Namen darauf. | |||
Das kann dann beliebig heißen. | |||
Der Äther | |||
Die Materie | |||
Der freie Wille | |||
Das Gehirn | |||
Das Bewustsein | |||
Gott usw. . . . | |||
Dann schreibt man diesem Wunderding ganz erstaunliche Qualitäten und Wirkungen zu. Der Äther sollte z.B. unendlich starr und gleichzeitig fast völlig durchlässig sein. Mit Hilfe dieser ad hoc gemachten Hypothese erklärt man dann eine Reihe von Erscheinungen. Wen stört es eigentlich, dass die Erklärungen dabei immer länger und abenteuerlicher werden. Das ptolemäische System hat Schwierigkeiten die Schleifenbahn des Planeten Mars zu beschreiben? Was macht das schon? Laßt uns einfach noch ein paar Nebenkreise erfinden, dann wird es schon gehen. Wen stört es dabei eigentlich, dass die Phänomene dabei tatsächlich gar nicht erklärt werden, so lange man der Hypothese nur zuschreibt, dass sie es tut und das auch ''geglaubt'' wird. Da macht man ein großes '''X''' und schreibt diesem '''X''' Leistungen und Eigenschaften zu, die die offenen Fragen erklären. | |||
Und indem wir mit diesem '''X''' so viel erklären kleben wir immer mehr an diesem '''X''' und dieses '''X''' klebt an uns. | |||
Wir werden es nicht mehr los! Eine ad hoc gemachte Hypothese... und dann wird das Wort, das große '''X''' ''unentbehrlich''. - Hat es nicht schon so viel erklärt? Und es wird selbst zu einer ''Realität'' ganz wie die Kristallsphären des Aristoteles. Aber ich will fair sein. Sind nicht auch unsere anderen Ideen und Realitäten solche Kristallsphären? Hat nicht jede Zeit ihre Kristallsphären? Und ein ''Recht'' darauf kraft ihrer Willkür. | |||
Materie ist unentbehrlich dafür den Zusammenhang der sinnlichen Erscheinungen zu erklären. Wen stört es dabei, dass mit hilfe der Materie bisher noch in keinem einzigen Fall die Existenz der sinnlichen Wahrnehmung hergeleitet werden konnte? Das sogenannte Problem vom Bewußtsein. So lange nur ''geglaubt'' wird. dass sie es tut. Materie ist nur eine weitere Kristallspäre. | |||
Das sogenannte Problem vom Bewußtsein. | |||
Die Frage lautet: Wozu hat die Natur dem Menschen ein Bewußtsein verliehen, wenn dieser seine Aufgaben auch ohne jegliches Gewahrsein so wie ein mechanischer Roboter ausführen könnte. | |||
Wie entsteht aus unsinnlicher Materie eine sinnliches Erleben. | |||
Die Frage ist falsch gestellt. | |||
Richtig muss die Frage so lauten: | |||
Aus welchen Gründen kommt der Homo Sapiens dazu sich ein unsinnliches Material auszudenken? | |||
Das ist nämlich unvorstellbar. | |||
Jede Vorstellung ist nämlich per Definition sinnlich. | |||
Und dies ist der Grund: | |||
A erzeugt die Eigenschaften von B, die davor nicht existierten. | |||
Also kann A selbst diese Eigenschaften nicht haben. | |||
Blaise Pascal: | |||
>>Licht ist kein Strom leuchtender Körper.<< | |||
Wenn Licht das Leuchten erklären soll, dann dürfen die Lichtteilchen nicht selbst leuchten. | |||
(Nebenbei: Was hätte Pascal wohl zu den Gluonen gesagt?) | |||
Materie soll das sinnliche Erleben, die Präsenz erklären. | |||
Schluss: Also müssen ihm diese Eigenschaften selbst fehlen. | |||
Das ist logisch. | |||
Damit ist aber nicht im geringsten nachgewiesen, dass Materie überhaupt existiert! | |||
== Der magische Zauber des Materialismus == | |||
Abstrakta-Amulette entwickeln sich aus einer ursprünglich praktischen Lehre. Da im Zuge des Initiationsritus dem Anwärter von den Autoritäten Schmerzen zugefügt werden sollen - wird er gezwungen eine Lehre zu lernen, lehren und zu verteidigen, die er im Grunde nicht versteht. Es wird also nur das Äußere, die Schale und die mechanische Anwendung gelehrt, aber nicht das lebendige sinnliche Verständnis. | |||
So wie es gelernt wurde wird es dann gelehrt. Diese Schale sind die Abstrakta-Amulette. Das Maß der ''Ehrerbietung'' für selbige und ''Verachtung'' für die, die ihnen nicht huldigen entspricht dabei genau dem Maß und der Schmerzen, die zu ihrer Erlangung aufgebracht wurden. Doktorgrad . | |||
Von Ronald D. Laing stammt der Satz: >>Wir müssen unsere Erfahrung irgendwie wieder in die Theorie bringen. Ich bin nicht der gleichen Meinung, obwohl ich gerne zugebe, dass er mit diesem Satz in seinem Sinne recht hat. Denn die Erfahrung ''war'' nie außerhalb unserer Theorie. Unsere Theorie ist nämlich nur eine sehr spezielle, bestimmte, seltene Art unserer Erfahrung - ist, war und wird immer innerhalb unserer Erfahrung sein. | |||
Das entspricht im Zen-Buddismus ungefähr dem Satori - der Erkenntnis der unmittelbaren Wirklichkeit - die nur durch die Illusion verhindert wird, dass sie nicht da sei und also mit Mitteln gesucht wird. Auch die Theorie ist Erfahrung und allgemeine Gesetze sind auch nur spezielle Einzelheiten innerhalb der wirklichen Welt, der speziellen Einzelheiten. Das ganze Unglück beginnt mit der Verwechselung der wirklichen Welt mit der Welt der Theorie - und dies geschieht typischerweise durch Theoretiker - durch Leute, die sich vornehmlich in der theoretischen Welt aufhalten, denen die theoretische Welt die ganze Welt ist eben weil dies ihre hauptsächliche Erfahrung ist. Wenn also Physiker an die Existenz der Materie glauben, so liegt dies einfach nur an ihrer primären Erfahrungsquelle. Der Bankier glaubt an die Banknoten, das Mädchen an die Liebe usw. . | |||
Nebenbei: Damit bin ich wieder bei dem Hauptsatz der Dämonologie, dass der herrschende Dämon die Welt bestimmt ein Physiker würde sagen: >>Das sind alles nur Modelle.<< - und nicht wirklich begreifen, was er da sagt. | |||
== Was ist Bewußtsein? == | |||
Das Problem vom Bewußtsein. | |||
Ich bin also denke ich. | |||
Esse est percipi. | |||
Das Problem des Bewußtseins wird missverstanden, da es nicht sauber analysiert wird. | |||
Unter "Bewußtsein" wird ein synthetisches Gebilde verstanden, dass es in der Form tatsächlich nicht gibt. | |||
So kommt es dann zu Fragen wie: Wozu erfand die Natur ein Bewußtsein, wenn Lebewesen als empfindungslose Automaten genau dasselbe leisten könnten? | |||
Welcher Selektionsvorteil steckt dahinter? | |||
Hier werden gleich mehrere Thesen in einen Topf geworfen, unter einem Begriff zusammengefasst, nämlich: | |||
1. Das Gedächtnis | |||
2. Die Informationsverarbeitung des Nervensystems | |||
3. Der Materialismus, d.h. die These, daß es „etwas“ gibt ohne sinnliche Qualität (was ich bestreite: Die Existenz von ROT ist sein rot-sein, eine andere Art von Existenz ist uns unbekannt. Ich bin, also denke ich). | |||
4. Die Selbsterkenntnis, die einzigartige Fähigkeit des Menschen des Gedankenlesens, d.h. der Fremdmotiv-Erkennung und später der Eigenmotiv-Erkennung durch Simulation der Motive/Dämonen im Muskelspiel. | |||
Das Wort „Bewußtsein“ hat die unterschiedlichsten Bedeutungen und ist gar kein einzelnes Ding „das da“. | |||
Eine davon ist Gewahrsein des Leibes. Und wie alle Funktionen des Geistes ist dies ein ''körperlicher'' Vorgang einer speziellen Schimpansenart. "Man kann durch den körper wandern und sich seiner verschiedenen Glieder bewußt werden" ist: Die Berührung des Muskeltonus empfinden. Eine wichtige Fähigkeit um sich als 3-dimensionales Objekt durch die Äste zu schwingen ohne anzustoßen. | |||
Es könnte ja ein unsinnliches Material geben mit dem namen Materie. Als ''Ursache'' der sinnlichen Qualitäten darf dieses Material selbst natürlich keine sinnlichen Eigenschaften besitzen. Die Ursache von Rot kann nicht auch selbst rot sein. Was wäre, wenn es eines Tages Roboter gäbe, die ein Bewußtsein simulieren. Die vorgeben eine Wahrnehmung der Welt, eine Erkenntnis von Farben, Gerüchen, Lauten irgendeine Form von Sinnlichkeit zu erleben im Gegensatz zur harten, farb- und geruchlosen welt der grauen - nein - unsichtbaren geruchlosen Welt der Materie. Was wäre wenn deine Artgenossen solche Roboter wären? Descartes verstand die Tiere als seelenlose Maschinen. Das führte dazu, dass man Hunde zu Demonstrationszwecken auf Bretter nagelte die die Erkenntnis von Sinneswelt im Unterschied zur Materienwelt nur ''simulieren'', d.h. tatsächlich ''nicht'' haben, sondern dies nur glauben zu haben, sich aber darin irren. | |||
Behauptung: >>Es könnte auch nichts sein, statt etwas. Warum gibt es überhaupt etwas?<< | |||
<br>Das ist ein logischer Irrtum, denn >Nichts< ist nicht, und was wir erkennen sind nur ''Verschiedenheiten'' und daß wir Verschiedenheiten als unterschiedlich erkennen ist nicht weiter verwunderlich, ist es doch ihr Wesen verschiedene Wirkungen zu haben. | |||
<br>Daß Verschiedenheiten existieren ist nicht weiter verwunderlich, ist doch gerade die ''Einheit'', die ''Identität'' eine optische Täuschung und sogar ein logischer Widerspruch: | |||
Wir können nur die Identität von verschiedenem aussagen: a=a | |||
<br>Dies ist eine Aussage, stellt eine Beziehung her zwischen zwei ''getrennten'' Objekten. - Von Identischem können wir die Identität ''nicht'' aussagen. | |||
<br>Man sieht: Das Gleichheitszeichen ist ein offenbarer Widerspruch. | |||
Man sagt nur die „Gleichheit“ aus, nicht die „Identität“: | |||
<br>D.h. das Ergebnis der ersten Verwechselung kann verwechselt werden mit dem Ergebnis der zweiten Verwechselung. a=b wenn „a=b“ = a=b“, woraufhin ich es beweisen kann. | |||
<br>“Identität“ ist ein Algorithmus d.h. eine Handlungsanweisung sich um gewisse Unterschiede nicht zu scheren, ein Filter der Wahrnehmung, im Grunde ein Ergebnis, ein resultierender Friedensschluß von Dämon-Revierkämpfen, der sich stabilisiert hat. | |||
Was wäre, wenn du selbst eine solche Maschine bist, die glaubt ein Bewußtsein zu haben als Gegensatz zu der leblosen physikalischen Materie der Physik? | |||
Doch diesen Gegensatz gibt es nicht. | |||
Und du ''schwimmst in einem Universum der Seele'' in der jeder Winkel lückenlos ausgefüllt ist mit Farben, Lauten, Gerüchen. - | |||
''Nirgends'' krabbelt die Spinne des Nichts das ist: Sie krabbelt gar nicht; und Du ''simulierst'' nur die Erkenntnis des Nicht-Bewußtseins und des Bewußtseins als ''Gegensatz'' zu Nicht-Bewußtsein; in Wahrheit nämlich besitzt Du diese Erkenntnis ''nicht! | |||
== Gedächtnis nicht Bewußtsein == | |||
Wir können die Gegenwart erfahren, uns ihrer bewußt sein, aber wir können uns nicht an sie ''erinnern''. | |||
Dann ist sie ja keine Gegenwart mehr. | |||
Das ''Gedächtnis'' ist die große Leistung des Menschen! | |||
Nicht das Bewußtsein. | |||
Esse est percipi. | |||
Gewahrsein haben auch Steine. Aber kein Gedächtnis. | |||
Das ist so, wie wenn einer immerfort mit einem Radiergummi der Spur nachgeht und sie ausradiert. | |||
Berührung ist nicht im Gehirn. | |||
Der Irrtum bei der Behauptung >>Die Empfindung, die Berührung ist ''im'' Gehirn<< liegt bereits darin, daß eine Berührung einem anderen Ort zugeordnet wird. | |||
'''Berührung''' ist aber nicht "an" einem Ort ("im" Gehirn), | |||
sondern Berührung '''ist''' Ort. | |||
Die Berührung ist nicht wo der Ort ist.<br> | |||
Der | |||
'''Ort''' ist wo die Berührung ist. | |||
Erst durch das ''Begreifen'' der Umgebung ordnen wir einer Sicht einen Ort zu. | |||
Berührung kann keinem Ort zugeordnet werden. | |||
Berührung '''ist''' Ort. | |||
Erst durch die Berührung gibt es ein HIER und gibt es ein DORT . | |||
Ein Ort ward bestimmt und wird immer bestimmt sein in der Berührung. | |||
Sein Da-sein steht und fällt mit der Berührung. | |||
Bei Taubheit der Empfindung stellt sich sofort eine befremdende Erfahrung von der eigenen Abwesenheit ein. | |||
Wie in einem Traum. Wie als Gespenst. | |||
Von einer Blindheit geheilte Kinder können erst nach Tagen die Tasterfahrung und die Seherfahrung verknüpfen. <br> | |||
Sie erkennen nicht einmal einen Legostein, wenn sie ihn sehen.<br> | |||
Der Gesichtssinn erfährt erst durch das ''Begreifen'' den Begriff Ort. | |||
Begreifen wird immer das Fundament unserer Begriffe sein. | |||
Die ''menschliche'' Begriffe sind und nicht von irgendeinem Ideenhimmmel gefallen sind. | |||
Aber Physiker geben der Messung mit Instrumenten einen höheren Stellenwert als Ihrem eigenen Tastsinn. | |||
Dieser rote Kaffetasse dort auf dem Tisch ist (eine Wahrnehmung) in meinem Gehirn besagt übersetzt:<br> | |||
>>Der Ort ist an einem anderen Ort. | |||
Aber dann wäre auch der Sternenhimmel in meinem Gehirn. | |||
Dann wäre auch das Universum in meinem Gehirn. | |||
Dann wäre auch mein Gehirn als Teil des Universums in meinem Gehirn. | |||
Das ist grober Unfug. | |||
und daß ein solcher Quatsch ungestraft durchgeht liegt nur daran, daß der Zwerg mit Worthüllsen operiert und den Bezug zu der eigentlichen Bedeutung seiner Aussagen komplett verloren hat.<br> | |||
Da wird dann eine Variable '''a''' gesetzt und dann mit dieser Variablen '''a''' alle möglichen Transformationen durchgeführt. Das führt oft (etwa in der Mathematik) zu einem glücklichen Ergebnis.<br> | |||
Das funktioniert aber nicht immer. | |||
Zwerg: | |||
>>Du drehst mir das Wort im Mund um | |||
>>Selbstverständlich ist diese Kaffeetasse nicht im Gehirn. Aber das Gehirn macht sich ein ''Bild'' von der materiellen wirklichen Kaffeetasse dort draußen und dieses ''Bild'' ist im Gehirn. | |||
Tut mir leid, aber das ist genau das, was ich sage: Der Zwerg operiert nicht mit den sensuellen Erfahrungen, sondern mit Ersatzobjekten.<br> | |||
Abstraktion ist ein schablonenfetisch. | |||
Die Berührung tut weh, schmerzt ungeheuerlich. | |||
Zwerg argumentiert hier nicht mit Schablonen weil das vernünftig ist. | |||
Er argumentiert mit Schablonen, weil er nicht anders kann. | |||
Er argumentiert mit Schablonen weil er das lebendige Feuer der Präsenz nicht aushält. Dazu müsste er erleben. Und erleben tut weh. | |||
Da begegnet er lieber toten ausgestopften Objekten, die er vorher ausgenommen hat, alle sinnlichen Prädikate entfernt hat. Dann formt der Präparator den Körper nach. Dazu nimmt er die Holzwolle der Physik und den Draht der Geometrie, die er fest mit dem Garn der wissenschaftlichen Überheblichkeit umwickelt. Oder er modelliert den Körper aus dem festem Schaumstoff der Abstraktion. Mit logischen Argumenten ist ihm hier nicht beizukommen. Das ist eben keine Frage der Logik sondern eine Frage der Abrichtung. Zwergs Erfahrung ist eine jahrelange Schulung, eine Prozedur die ihn Schablonen über eigenes erleben stellen lehrt. | |||
Gleichungen lösen wird belohnt. Fühlen, Hören, Sehen wird bestraft. | |||
Die ''wirkliche'' Welt ist in den magischen Zeichen von Zahlen und Buchstaben. | |||
Das was wir sehen ist nur ''Schein''. | |||
Verachtung und der gebündelte Hass des Stammes trifft den, der etwas anderes behauptet und Farbe für etwas reales hält. | |||
Damit ist er wissenschaftlich disqualifiziert und wird von der Gemeinschaft ausgestoßen. | |||
Angeblich geht es in der Physik gar nicht um Wahrheit, sondern um funktionierende Modelle, mit denen man ''Voraussagen'' machen kann. | |||
Aber warum um alles in der Welt tun diese angeblichen Modellbastler dann so bombastisch und behaupten mit der Überheblichkeit des Wissenden, mit der Verachtung des Weisen, dass Farbe gar keine Realität besitzt - außer in unseren Köpfen. | |||
Das ist eben nur ein Täuschungsmanöver, eine Mystifizierung.<br> | |||
Ihr Verhalten spricht eine ganz andere Sprache:<br> | |||
Sie sind eben doch der Meinung im Besitz der allein selig machenden Wahrheit zu sein.<br> | |||
Und was das anbelangt ist Physik auch nur eine Religion. | |||
Irgendwann in unserer Erziehung kommt der Schritt und genau da haben unsere Lehrer fleißig hin gearbeitet, wo wir die Theorie höher stellen als die niedere, flüchtige, unerklärte, atmende Umgebung. | |||
Und '''da''' ist er da | |||
'''der Bruch, der uns aus der Welt ''herausreißt ! !''''' | |||
Wer vom Immaterialismus noch nichts gehört hat dem sei Berkeley`s | |||
Treatise Concerning the Principles of Human Knowledge | |||
empfohlen. | |||
Im übrigen kann man auch als Atheist Immaterialist sein. | |||
Entgegen der Intention von Berkeley, der mit dem Immaterialismus den Beweis seines Gottes antreten wollte. | |||