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* Erste Fassung: von Raubtier · zu Kobold, Folterer, Gewißheit, Sieg, Hass | * Erste Fassung: von Raubtier · zu Kobold, Folterer, Gewißheit, Sieg, Hass | ||
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:'''Grausamkeit und Verinnerlichung.''' Die Grausamkeit stammt vom Vampir. Nietzsche hat beschrieben, wie sie sich durch das, was man Zivilisation nennt, nach innen wendet und zum schlechten Gewissen wird: „Alle Instinkte, welche sich nicht nach aussen entladen, wenden sich nach innen“. Er nennt das die „Verinnerlichung des Menschen“ (''Zur Genealogie der Moral'', 1887, zweite Abhandlung, Abschnitt 16). Ursprünglich sind es Raubtierinstinkte, die sich nicht mehr ausleben können. Die Grausamkeit, die draußen keinen Gegner mehr findet, sucht sich ein neues Opfer, und das ist man selbst. | :'''Grausamkeit und Verinnerlichung.''' Die Grausamkeit stammt vom Vampir. Nietzsche hat beschrieben, wie sie sich durch das, was man Zivilisation nennt, nach innen wendet und zum schlechten Gewissen wird: „Alle Instinkte, welche sich nicht nach aussen entladen, wenden sich nach innen“. Er nennt das die „Verinnerlichung des Menschen“ (''Zur Genealogie der Moral'', 1887, zweite Abhandlung, Abschnitt 16). Ursprünglich sind es Raubtierinstinkte, die sich nicht mehr ausleben können. Die Grausamkeit, die draußen keinen Gegner mehr findet, sucht sich ein neues Opfer, und das ist man selbst. Die Zähne des Gewissens beißen auch ohne Angriff; die Sprache sagt „Gewissensbiss“. Das ist etwas anderes als die [[Wesen 1: Raubtier – Wüterich#Scham|Scham]], die vom Wüterich stammt: Sie ist eine Reaktion auf einen Angriff und braucht den Stärkeren, der beschämt. | ||
:'''Die Katze mit der Maus.''' In der Natur sind Raubtiere meist nicht grausam, sondern töten schnell. Aber es gibt die Katze, die mit der Maus spielt. Der Verhaltensforscher Paul Leyhausen hat Katzen jahrzehntelang beobachtet: Eine hungrige Katze tötet schnell. Je satter sie ist, desto länger spielt sie. Das Spiel ist nicht nötig, um zu fressen. Die Jagd hat sich vom Hunger gelöst und läuft um ihrer selbst willen. Das Raubtier will die Beute, der Vampir will die Macht über sie. | :'''Die Katze mit der Maus.''' In der Natur sind Raubtiere meist nicht grausam, sondern töten schnell. Aber es gibt die Katze, die mit der Maus spielt. Der Verhaltensforscher Paul Leyhausen hat Katzen jahrzehntelang beobachtet: Eine hungrige Katze tötet schnell. Je satter sie ist, desto länger spielt sie. Das Spiel ist nicht nötig, um zu fressen. Die Jagd hat sich vom Hunger gelöst und läuft um ihrer selbst willen. Das Raubtier will die Beute, der Vampir will die Macht über sie. | ||
:'''Die guten Linien.''' Man muss aber auch sehen, wie viele gute Linien vom Vampir stammen. Im Bild 2023 stammt von ihm der [[Kobold]] mit seiner ganzen Familie aus Witz, Übermut, Schabernack und Freude, und der Sieg, von dem Dank, Jubel, Stolz, Mut und der Held abstammen, vom Held die Gelassenheit und vom Dank die Verehrung. Der [[#Dank|Dank]], der Gegendämon des [[Wesen 1: Raubtier – Wüterich#Groll|Grolls]], kommt also vom Vampir, der Groll dagegen über den Ärger vom Wüterich. Der Gegenspieler kommt nicht aus einer anderen Welt, sondern aus einem anderen Zweig desselben Raubtiers. | :'''Die guten Linien.''' Man muss aber auch sehen, wie viele gute Linien vom Vampir stammen. Im Bild 2023 stammt von ihm der [[Kobold]] mit seiner ganzen Familie aus Witz, Übermut, Schabernack und Freude, und der Sieg, von dem Dank, Jubel, Stolz, Mut und der Held abstammen, vom Held die Gelassenheit und vom Dank die Verehrung. Der [[#Dank|Dank]], der Gegendämon des [[Wesen 1: Raubtier – Wüterich#Groll|Grolls]], kommt also vom Vampir, der Groll dagegen über den Ärger vom Wüterich. Der Gegenspieler kommt nicht aus einer anderen Welt, sondern aus einem anderen Zweig desselben Raubtiers. | ||