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:Von mir: '''Ein Lied, viele Instrumente.''' Ein Lied ist ein Muster, das auf verschiedenen Instrumenten gespielt werden kann und auf jedem etwas anders klingt. So sind die Dämonen Muster. Dieselbe Wut läuft in vielen Menschen, und im selben Menschen laufen verschiedene Muster nacheinander. | :Von mir: '''Ein Lied, viele Instrumente.''' Ein Lied ist ein Muster, das auf verschiedenen Instrumenten gespielt werden kann und auf jedem etwas anders klingt. So sind die Dämonen Muster. Dieselbe Wut läuft in vielen Menschen, und im selben Menschen laufen verschiedene Muster nacheinander. | ||
:Von mir: '''Ob jemand zu Hause ist.''' Von außen ist nicht zu prüfen, ob in jedem Wesen jemand zu Hause ist. Das gilt für jeden anderen Menschen auch. | :Von mir: '''Ob jemand zu Hause ist.''' Von außen ist nicht zu prüfen, ob in jedem Wesen jemand zu Hause ist. Das gilt für jeden anderen Menschen auch. | ||
== Stil und Gestaltung == | |||
:'''Jeder in seiner Welt.''' Jeder Dämon lebt in einer anderen Welt. Er nimmt anderes wahr. Er hat einen anderen Geschmack, was Stile anbelangt. Und der Dämon spricht, der Dämon hört: Empathie. | |||
:'''Die Äußerung entspricht der Art.''' Die Äußerungen eines Dämons entsprechen seiner Art. Und damit ist jegliche Art von Design gemeint: Architektur, Tapetenmuster, Autos, Möbel, Raumgestaltung, Landschaftsgestaltung. | |||
:'''Die Wirkung.''' Und umgekehrt wirkt das auch so auf die Zuschauer. Die Gestaltung eines Dämons beschwört diesen Dämon in anderen. Dabei ist zu erkennen, dass das bei Urdämonen stärker wirkt. | |||
:'''Urdämonen.''' Urdämonen sind die Dämonen ohne Abstammung. Die Begriffe Raubtier und Beutetier sind nur eine grobe Zuordnung, aber kein Wesen. Als Urdämonen bezeichne ich zum Beispiel Vampir, Wüterich, Freude, Rammler, Angst, Überraschung, Neugier. Ekman hat welche beschrieben. | |||
:Von mir: '''Ekman.''' Paul Ekman beschrieb seit den 1960er Jahren Basisemotionen mit eigenem, kulturübergreifendem Gesichtsausdruck: Freude, Trauer, Wut, Angst, Ekel und Überraschung, später kam Verachtung dazu. | |||
:'''Beispiele.''' | |||
::* Die Nazis haben bombastische Architektur gestaltet, was ihrem brutalen Größenwahn entspricht. Der Zuschauer soll sich klein vorkommen vor diesen gewaltigen Bauwerken und staunen, ehrfürchtig. | |||
::* Jugendstil ist verspielt mit Phantasie. | |||
::* Die Wohnmaschine ist kalt, auf Funktion reduziert. | |||
::* Die Betonklötze der Trabantenstädte drücken Geringschätzung und Lieblosigkeit aus. Dementsprechend blüht da die Rohheit. | |||
::* Die Häuser der Reichen haben viel Arbeit in den Details der Ästhetik und Prunk. Die sagen: Ich bin wertvoll und habe Rang. | |||
::* Es gibt auch japanisches Zen-Design, das sich vollendet auf das Wesentliche konzentriert. | |||
::* In einer Stadt wurde konsequent für Sauberkeit gesorgt. U-Bahnen und Züge wurden noch am selben Tag von Graffiti befreit. Die Kriminalstatistik ging runter. | |||
:Von mir: '''Bekannte Namen.''' Albert Speer hat die Bauten des Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg und die geplante Umgestaltung Berlins entworfen, und sie sollten diese Wirkung haben. Le Corbusier nannte das Haus eine „Wohnmaschine“ (machine à habiter). | |||
:Von mir: '''Die Sauberkeit.''' Das beschreibt die Broken-Windows-Theorie von Wilson und Kelling (1982): Ein zerbrochenes Fenster, das nicht repariert wird, lädt zu weiterem Vandalismus ein. Keizer, Lindenberg und Steg zeigten 2008 in ''Science'', dass Graffiti und Müll die Bereitschaft erhöhen, andere Regeln zu brechen. Ob die Kriminalität in der Stadt dadurch sank, ist umstritten. | |||
== Was daraus folgt == | == Was daraus folgt == | ||