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Admin (Diskussion | Beiträge) K (Gefälliger: Eltern Geltung, Elter, Verehrung/Bewunderung; Hunger, Wohl des anderen, Auch für Unbekannte) |
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* Stammbaum: von [[#Geltung|Geltung]], [[#Elter|Elter]], [[Wesen 2: Raubtier – Vampir#Verehrung/Bewunderung|Verehrung/Bewunderung]] · zu – | * Stammbaum: von [[#Geltung|Geltung]], [[#Elter|Elter]], [[Wesen 2: Raubtier – Vampir#Verehrung/Bewunderung|Verehrung/Bewunderung]] · zu – | ||
* Hunger: das Wohl und die Freude der anderen, und die Anerkennung dafür. | * Hunger: das Wohl und die Freude der anderen, und die Anerkennung dafür. | ||
* Trigger: | * Trigger: Hilfsbedürftigkeit oder Hilflosigkeit des anderen. Das Kindchenschema wirkt, zum Beispiel Bambi-Augen, es ist aber kein Muss. Es genügt, dass Hilfe gebraucht wird. | ||
* Bannung: offen. | * Bannung: offen. | ||
* Beschreibung: Der Gefällige will anderen Freude machen und freut sich an ihrer Freude. Deshalb macht man Geschenke. Sein Hauptinteresse ist das Wohl des anderen, das ihm wichtiger sein kann als das eigene. Das ist Eltern-Verhalten. Am stärksten gilt es dem, den er wertschätzt. Es reicht aber bis zum Fremden: Er gibt dem Bettler, den er nicht kennt, und er spendet an Empfänger, die er nie sehen wird. Die Freude des anderen und sein Dank sind dann nur vorgestellt. Er will auch Anerkennung, und beides gehört zusammen. Er ist ein wesentlicher Kitt jeder Gemeinschaft. Er ist nicht der [[Wesen 5: Noch ohne Ort#Vasall|Vasall]], der nach oben lobt, um an der Macht teilzuhaben. Er ist auch nicht der [[Wesen 1: Raubtier – Wüterich#Fehlerfürchter|Fehlerfürchter]], der Missfallen vermeiden will und dafür formal korrekt und höflich ist, vielleicht auch ein Streber. Der Gefällige tut anderen Gutes. | * Beschreibung: Der Gefällige will anderen Freude machen und freut sich an ihrer Freude. Deshalb macht man Geschenke. Sein Hauptinteresse ist das Wohl des anderen, das ihm wichtiger sein kann als das eigene. Das ist Eltern-Verhalten. Am stärksten gilt es dem, den er wertschätzt. Es reicht aber bis zum Fremden: Er gibt dem Bettler, den er nicht kennt, und er spendet an Empfänger, die er nie sehen wird. Die Freude des anderen und sein Dank sind dann nur vorgestellt. Er will auch Anerkennung, und beides gehört zusammen. Er ist ein wesentlicher Kitt jeder Gemeinschaft. Er ist nicht der [[Wesen 5: Noch ohne Ort#Vasall|Vasall]], der nach oben lobt, um an der Macht teilzuhaben. Er ist auch nicht der [[Wesen 1: Raubtier – Wüterich#Fehlerfürchter|Fehlerfürchter]], der Missfallen vermeiden will und dafür formal korrekt und höflich ist, vielleicht auch ein Streber. Der Gefällige tut anderen Gutes. | ||
:'''Was dafür spricht.''' Wer Geld für andere ausgibt, ist glücklicher als wer es für sich ausgibt (Dunn, Aknin und Norton 2008). Das fand sich in 120 von 136 Ländern (Aknin u. a. 2013). Gute Nachrichten zu teilen macht froh, und mehr, wenn das Gegenüber sich mitfreut, und es hängt bei Paaren mit besserer Beziehung zusammen (Gable u. a. 2004). | :'''Was dafür spricht.''' Wer Geld für andere ausgibt, ist glücklicher als wer es für sich ausgibt (Dunn, Aknin und Norton 2008). Das fand sich in 120 von 136 Ländern (Aknin u. a. 2013). Gute Nachrichten zu teilen macht froh, und mehr, wenn das Gegenüber sich mitfreut, und es hängt bei Paaren mit besserer Beziehung zusammen (Gable u. a. 2004). | ||
:'''Auch für Unbekannte.''' Schon anonymes freiwilliges Geben aktiviert die Belohnungsregionen stärker als die Zwangsabgabe (Harbaugh u. a. 2007, 19 Teilnehmerinnen). | :'''Auch für Unbekannte.''' Schon anonymes freiwilliges Geben aktiviert die Belohnungsregionen stärker als die Zwangsabgabe (Harbaugh u. a. 2007, 19 Teilnehmerinnen). | ||
:'''Gefälligkeit nach oben.''' Wer einer Autorität einen Gefallen tut, um Anerkennung oder Wertschätzung zu bekommen, macht einen Tauschhandel. Das ist der [[Wesen 5: Noch ohne Ort#Vasall|Vasall]] oder das [[#Wuff Wuff (betteln um Anerkennung)|Wuff Wuff]]. Der Gefällige hilft auch, wenn es niemand erfährt. | |||
:'''Bei Theophrast.''' Er heißt dort Ἀρέσκεια: „Affability is a sort of demeanor that gives pleasure at the sacrifice of what is best.“ Er ruft einen Freund schon von weitem an, überschüttet ihn mit Lob und lässt ihn nicht los. Vor Gericht will er auch dem Gegner gefallen. Beim Essen lässt er die Kinder rufen, sagt, sie ähnelten dem Vater „as one fig is like another“, und spielt mit ihnen. | :'''Bei Theophrast.''' Er heißt dort Ἀρέσκεια: „Affability is a sort of demeanor that gives pleasure at the sacrifice of what is best.“ Er ruft einen Freund schon von weitem an, überschüttet ihn mit Lob und lässt ihn nicht los. Vor Gericht will er auch dem Gegner gefallen. Beim Essen lässt er die Kinder rufen, sagt, sie ähnelten dem Vater „as one fig is like another“, und spielt mit ihnen. | ||
:'''Wenn er entgleist.''' Theophrast beschreibt die Entgleisung. Überwiegt die Anerkennung, wird aus dem Gefälligen der Schmeichler, der dem anderen Recht gibt, auch gegen die Wahrheit. Aristoteles unterscheidet den Gefallsüchtigen ohne Eigennutz vom Schmeichler aus Eigennutz. Die Psychologie nennt das Extrem Soziotropie. | :'''Wenn er entgleist.''' Theophrast beschreibt die Entgleisung. Überwiegt die Anerkennung, wird aus dem Gefälligen der Schmeichler, der dem anderen Recht gibt, auch gegen die Wahrheit. Aristoteles unterscheidet den Gefallsüchtigen ohne Eigennutz vom Schmeichler aus Eigennutz. Die Psychologie nennt das Extrem Soziotropie. | ||