Hexe: Unterschied zwischen den Versionen

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''>>Na, dann schneide ihm auch noch die anderen Glieder ab.<<''  
''>>Na, dann schneide ihm auch noch die anderen Glieder ab.<<''  
Wenn die hermetische Abdichtung erfolgt ist, finden die Ausschreitungen immer seltener statt (nämlich nur noch bei den immer seltener werdenden Ausbruchsversuchen), so daß von Außen besehen ein überzeugender und echter Anschein von Normalität entstehen kann. <br>




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Dann führt er nämlich zu genau den Konsequenzen die von ihm behauptet wurden - nach dem Prinzip:  
Dann führt er nämlich zu genau den Konsequenzen die von ihm behauptet wurden - nach dem Prinzip:  


Sei doch mal spontan  
Sei doch mal spontan Man muß Uhren und Kinder nicht nur aufziehen, sondern auch mal laufen lassen!
 
Das Gegenteil funktioniert folgendermaßen: Dem Kind die Sache mit den Worten aus der Hand reißen
 
komm ich zeig dir wie das geht, du kannst das ja doch nicht richtig Diese Prozedur ein paar mal wiederholt und schon ist das Kind dermaßen verunsichert, daß es das ''tatsächlich'' nicht mehr kann.


komm ich zeig dir wie das geht, du kannst das ja doch nicht richtig
Von Da ist es nur noch eine Frage der Ausdauer bis es in dem globalen alles vernichtenden HAMMER-FLUCH gipfelt


das kannst, darfst du nicht machen dafür hast du zu wenig Erfahrung.  
das kannst, darfst du nicht machen dafür hast du zu wenig Erfahrung.  
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Ohne Wohnung keine Arbeitserlaubnis.  
Ohne Wohnung keine Arbeitserlaubnis.  
Woher kam eigentlich noch mal diese seltene Essenz „Erfahrung“, dieser heilige GRAL. Kam das nicht eigentlich vom Tun und auch und nicht unwesentlich vom ''Scheitern''?
BEHEXUNG IV
===Die ZUSCHREIBUNG===
Zuschreibung und Unterstellung von erfundenen Motiven und Verhaltensweisen.


Das machst du nur um mich zu ärgern.  
Das machst du nur um mich zu ärgern.  
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>>Wenn du das nicht weißt...  
>>Wenn du das nicht weißt...  


Das solltest du wissen.  
Das solltest du wissen usw. oder in Kombination mit einem Etikett.
 
Das zeigt wieder nur wie realitätsfremd du bist usw.
 
Tritt in Verbindung mit Mystifizierung auf und vollendet diese d.h. erreicht die vollständige Verwirrung des Gegners, ohne das dieser dahinter kommt, was ihn da verwirrt und was Sache ist.
 
 


Das zeigt wieder nur wie realitätsfremd du bist.  
BEHEXUNG VII
 
===Die PROPHEZEIUNG.  


Wenn du <u>das</u> noch nicht kannst . .   
Wenn du <u>das</u> noch nicht kannst . .   


Was soll nur aus Dir werden.  
Was soll nur aus Dir werden.  
D.h. wenn Du nicht das tust was ich will und wie ich das will - wirst Du später ein jämmerlicher ungeliebter Versager. Besonders perfide und bevorzugt eingesetzt von älteren Personen, da diese einen Vorsprung in der Zeit haben und also auch im Wissen??? Jedenfalls fällt dies in die Kategorie der unwiderlegbaren Behauptungen, ist mithin eine Spielart des Fluches.
BEHEXUNG VIII
===PROPHEZEIUNG Teil 2===


Das ist nur eine Phase.  
Das ist nur eine Phase.  
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Und siehe da trägt es das Mal. Und es war nur eine Frage der Zeit bis es öffentlich würde, so sehr ich mich auch mühte das Mal zu verbergen. Und mich wunderte wann endlich auf es gezeigt würde, so daß es vor aller Augen offenbar wäre.<<
Und siehe da trägt es das Mal. Und es war nur eine Frage der Zeit bis es öffentlich würde, so sehr ich mich auch mühte das Mal zu verbergen. Und mich wunderte wann endlich auf es gezeigt würde, so daß es vor aller Augen offenbar wäre.<<
BEHEXUNG X
===Die PROJEKTION===
Werfe dem Gegner genau das vor, was Du gerade mit ihm tust.<br>




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== BEHEXUNG IX - die Entwertung ==
== BEHEXUNG IX - die Entwertung ==
Deine Meinung ist nicht relevant.  
Deine Meinung ist nicht relevant.  
BEHEXUNG XIII
===Die ENTWERTUNG===
Lob nur in Zusammenhang mit einer gleichzeitigen Demütigung.<br>


Das ist ja positiv aber...  
Das ist ja positiv aber...  
BEHEXUNG XIV
===Die ENTWERTUNG Teil 2===


Der Fluch entfaltet eine Eigendynamik.  
Der Fluch entfaltet eine Eigendynamik.  
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Schizophrenie ist eine Aids-Erkrankung des Geistes.
Schizophrenie ist eine Aids-Erkrankung des Geistes.
Schizophrenie ist nicht etwas, dass man hat, sondern etwas, dass einem angetan wird.
== DER NARZIST ==
Der Bruder der Hexe. Beide leben von den anderen, weil sie keine eigene Kraft haben. Die Hexe greift in die anderen hinein und steuert sie. Der Narzist zieht die anderen zu sich heran und lässt sich von ihnen spiegeln. Die Richtung ist verschieden, die Wurzel ist dieselbe. Jeder kann jederzeit den Weg des anderen gehen: Der Narzist, dem die Bewunderung verweigert wird, wird zur Hexe.
=== Hunger ===
Im Mittelpunkt stehen. Bewundert werden. Im Blick der anderen sich selbst sehen.
=== Trigger ===
Fremdes Licht: jemand anderes wird gelobt, erzählt eine gute Geschichte, hat Erfolg. Kritik. Und schlimmer als Kritik: übersehen werden.
=== Wahrnehmung ===
Die anderen sind Publikum und Spiegel. Ein Raum ohne Zuschauer ist leer. Was die anderen erleben, zählt nur, wenn es ihn betrifft.
=== Aura ===
Er saugt die Luft aus dem Raum. Jedes Gespräch dreht sich nach einer Weile zu ihm. Die anderen werden still und hören zu, und wer lange neben ihm lebt, verlernt, dass er selbst etwas zu sagen hat.
Das Bild steht schon bei Ovid. Narziss verliebt sich in sein Spiegelbild im Wasser. Neben ihm steht die Nymphe Echo, die nur die letzten Worte der anderen wiederholen kann, bis von ihr nichts bleibt als die Stimme. Echo ist der Zombie neben dem Narzisten.
=== Griff ===
'''Gesprächsentführung.''' Jemand erzählt von seiner Reise, und der Narzist sagt: „Ja, ich war damals in …“ Der Soziologe Charles Derber nennt das Gesprächsnarzissmus. Eine Antwort gibt das Gespräch dem Sprecher zurück, die andere zieht es zu sich. Einer sagt: „Ich habe Hunger.“ Der andere: „Ich habe gerade gegessen.“
'''Aneignung.''' Fremde Ideen werden nach kurzer Zeit zu eigenen. „Das habe ich doch schon immer gesagt.“
'''Erhöhen und Fallenlassen.''' Zuerst wird der Bewunderer selbst erhöht, denn ein wertvoller Spiegel macht wertvoll. Sobald er widerspricht oder weniger glänzt, wird er fallengelassen.
'''Abwertung des Konkurrenten.''' Hier geht er den Weg der Hexe: Wer fremdes Licht hat, wird kleingemacht.
'''Die große Lüge.''' Er vergrößert sich mit Geschichten, die niemand prüfen kann. Das Widerlegen kostet ein Vielfaches der Kraft, die das Behaupten gekostet hat (Brandolinis Gesetz).
=== Am Hof des Narzisten ===
Wo der Narzist herrscht, sammelt er Loyale um sich. Am Anfang sind es die Besten. Nach dem ersten Widerspruch sind es Versager, die man nicht schnell genug loswerden konnte. Donald Trump hat dieses Muster öffentlich vorgeführt. Rex Tillerson war bei der Ernennung zum Außenminister „eine ausgezeichnete Wahl“, niemand sei besser vorbereitet. Nach der Entlassung war er „dumm wie ein Stein“ und „stinkfaul“, und man habe ihn nicht schnell genug loswerden können. Später nannte er seinen Justizminister Bill Barr „schwach und erbärmlich“ und seinen Verteidigungsminister Mark Esper „inkompetent“. Dazu der Anspruch, in allem der Beste zu sein: Er wisse mehr über den IS als die Generäle. Wer an diesem Hof bleibt, lernt schnell, dass nur noch das Echo erlaubt ist.
=== Sprüche ===
''„Ohne mich läuft hier gar nichts.“''
'''Unentbehrlichkeit.''' Die anderen werden zu Statisten in seiner Geschichte. Wer widerspricht, beweist nur, dass er die Lage nicht überblickt.
''„Ja, das kenne ich, ich hatte damals …“''
'''Gesprächsentführung.''' Das Erlebnis des anderen ist nur der Anlass für die eigene Geschichte. Der andere sitzt danach still da und weiß nicht, wo sein Gespräch geblieben ist.
''„Das war eigentlich meine Idee.“''
'''Aneignung.''' Fremde Leistung wird umgeschrieben. Wer es richtigstellt, wirkt kleinlich.
''„Du bist doch nur neidisch.“''
'''Kränkungsumkehr.''' Die Kritik wird zum Beweis seiner Größe. Wie beim Fluch der Hexe ist das System geschlossen: Jeder Einwand bestätigt ihn.
''„Nach allem, was ich für dich getan habe.“''
'''Das Schuldbuch.''' Jede Gabe war eine Investition in Bewunderung. Wird sie nicht zurückgezahlt, wird die Rechnung präsentiert.
=== Wut ===
Wird der Narzist gekränkt, kommt eine Wut, die in keinem Verhältnis zum Anlass steht. Ein Witz über ihn, ein übergangenes Lob genügt. Heinz Kohut hat sie „narzisstische Wut“ genannt: Sie richtet sich nicht gegen eine Tat, sondern gegen den, der den Spiegel zerbrochen hat. In diesem Augenblick wird der Narzist zur Hexe.
=== Abgrenzung zur Eitelkeit ===
Der Eitle will gesehen werden wie ein Pfau, aber er lässt die anderen neben sich stehen. Der Narzist erträgt kein fremdes Licht. Der Eitle freut sich über Applaus. Der Narzist braucht ihn, und er braucht auch, dass die anderen keinen bekommen.
=== Bannung ===
Aushungern: kein Publikum sein. Nicht bewundern, aber auch nicht angreifen, denn der Angriff ruft die Wut und damit die Hexe. Langweilig werden wie ein grauer Stein, an dem sich nichts spiegelt.
=== Herkunft ===
Wie die Hexe wurde der Narzist zuerst selbst behext. Alice Miller beschreibt in ''Das Drama des begabten Kindes'' Kinder, die Spiegel für ihre Eltern sein mussten. Sie lernten, die Wünsche der Eltern zu erfüllen, und verloren dabei das eigene Gefühl. Aus manchen dieser Kinder werden Narzisten: Jetzt suchen sie selbst den Spiegel, den sie nie hatten.
=== Ein Wesen, zwei Wege ===
Back und Kollegen (2013) beschreiben den Narzissmus als einen Kern mit zwei Wegen. Der eine ist die Bewunderung: glänzen, sich in den Vordergrund stellen. Der andere ist die Rivalität: andere abwerten und angreifen. Beide dienen demselben Ziel, das eigene grandiose Selbst zu halten, und treten bei denselben Menschen gemeinsam auf. Das ist das Brüderpaar: der Narzist auf dem Weg der Bewunderung, die Hexe auf dem Weg der Rivalität.
=== Musen ===
* Ovid, ''Metamorphosen'', Buch III: Narziss und Echo.
* Heinz Kohut, ''The Analysis of the Self'' (1971), deutsch ''Narzißmus'' (1973); „Thoughts on Narcissism and Narcissistic Rage“, ''Psychoanalytic Study of the Child'' 27 (1972), S. 360–400.
* Alice Miller, ''Das Drama des begabten Kindes'' (1979).
* Charles Derber, ''The Pursuit of Attention: Power and Ego in Everyday Life''.
* Alberto Brandolini (2013): Das Widerlegen von Unsinn kostet rund zehnmal so viel Kraft wie seine Erzeugung.
* Back, Küfner, Dufner, Gerlach, Rauthmann, Denissen: „Narcissistic Admiration and Rivalry: Disentangling the Bright and Dark Sides of Narcissism“, ''Journal of Personality and Social Psychology'' 105(6) (2013), S. 1013–1037.

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