Immaterialismus: Unterschied zwischen den Versionen

Aus WikiDaemon
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zeile 437: Zeile 437:


== Nominalismus ==
== Nominalismus ==


>>Es scheint demnach, daß wir, um gewiß zu sein, daß dieser Satz allgemein wahr ist, entweder einen besonderen Beweis für jedes einzelne Dreieck führen müssen, was unmöglich ist, oder es ein für allemal zeigen müssen an der abstrakten ''Idee eines Dreiecks'', woran alle einzelnen unterschiedslos teilhaben, und wodurch sie alle gleichmäßig repräsentiert werden. Darauf antworte ich, daß, obschon die Idee, die ich im Auge habe, während ich den Beweis führe, z.B. die eines gleichschenkligen rechtwinkligen Dreiecks ist, dessen Seiten von einer bestimmten Länge sind, ich nichtsdestoweniger dessen gewiß sein kann, daß derselbe Beweis Anwendung findet auf alle anderen geradlinigen Dreicke, von welcher Form oder Größe sie auch immer sein mögen, und zwar darum, weil weder der rechte Winkel noch die Gleichheit zweier Seiten noch auch die bestimmte Länge der Seiten irgendwie bei der Beweisführung in Betracht gezogen worden sind. Zwar trägt das Gebilde, welches ich vor Augen habe, alle diese Besonderheiten an sich, aber es ihrer durchaus keine Erwähnung in dem Beweis des Satzes geschehen. (. . .) Aus diesem Grunde und nicht darum, weil ich von der abstrakten Idee eines Dreiecks den Beweis geführt hätte, schließe ich, daß das von einem einzelnen rechtwinkligen gleichschenkligen Dreieck Erwiesene von jedem schiefwinkligen und ungleichseitigen Dreieck wahr ist.<<
>>Es scheint demnach, daß wir, um gewiß zu sein, daß dieser Satz allgemein wahr ist, entweder einen besonderen Beweis für jedes einzelne Dreieck führen müssen, was unmöglich ist, oder es ein für allemal zeigen müssen an der abstrakten ''Idee eines Dreiecks'', woran alle einzelnen unterschiedslos teilhaben, und wodurch sie alle gleichmäßig repräsentiert werden. Darauf antworte ich, daß, obschon die Idee, die ich im Auge habe, während ich den Beweis führe, z.B. die eines gleichschenkligen rechtwinkligen Dreiecks ist, dessen Seiten von einer bestimmten Länge sind, ich nichtsdestoweniger dessen gewiß sein kann, daß derselbe Beweis Anwendung findet auf alle anderen geradlinigen Dreicke, von welcher Form oder Größe sie auch immer sein mögen, und zwar darum, weil weder der rechte Winkel noch die Gleichheit zweier Seiten noch auch die bestimmte Länge der Seiten irgendwie bei der Beweisführung in Betracht gezogen worden sind. Zwar trägt das Gebilde, welches ich vor Augen habe, alle diese Besonderheiten an sich, aber es ihrer durchaus keine Erwähnung in dem Beweis des Satzes geschehen. (. . .) Aus diesem Grunde und nicht darum, weil ich von der abstrakten Idee eines Dreiecks den Beweis geführt hätte, schließe ich, daß das von einem einzelnen rechtwinkligen gleichschenkligen Dreieck Erwiesene von jedem schiefwinkligen und ungleichseitigen Dreieck wahr ist.<<
Zeile 450: Zeile 446:
Als solches aber wiederum selbst auch nur eine Einzelheit. Soviel zu der Existenz abstrakter Ideen.
Als solches aber wiederum selbst auch nur eine Einzelheit. Soviel zu der Existenz abstrakter Ideen.


Mathematik existiert nicht in irgendeinem abstrakten Ideenhimmel. Mathematik ist eine Sammlung von Algorithmen, die ganz konkret als Einzelheiten exitieren, nämlich niedergeschrieben als Zeichen in einem Mathematikbuch und da wo man die Handlungsanweisungen dieser Zeichen konkret ausführt. Da. Nur da.  
Mathematik existiert nicht in irgendeinem abstrakten Ideenhimmel. Mathematik ist eine Sammlung von Algorithmen, die ganz konkret als Einzelheiten exitieren, nämlich niedergeschrieben als Zeichen in einem Mathematikbuch und da wo man diese Handlungsanweisungen dieser Zeichen konkret ausführt. Da. Nur da.  


Mathematik ist eine Fälschung.
Mathematik ist eine Fälschung.
Zeile 545: Zeile 541:
Wir werden es nicht mehr los! Eine ad hoc gemachte Hypothese... und dann wird das Wort, das große '''X''' ''unentbehrlich''. - Hat es nicht schon so viel erklärt? Und es wird selbst zu einer ''Realität'' ganz wie die Kristallsphären des Aristoteles. Aber ich will fair sein. Sind nicht auch unsere anderen Ideen und Realitäten solche Kristallsphären? Hat nicht jede Zeit ihre Kristallsphären? Und ein ''Recht'' darauf kraft ihrer Willkür.  
Wir werden es nicht mehr los! Eine ad hoc gemachte Hypothese... und dann wird das Wort, das große '''X''' ''unentbehrlich''. - Hat es nicht schon so viel erklärt? Und es wird selbst zu einer ''Realität'' ganz wie die Kristallsphären des Aristoteles. Aber ich will fair sein. Sind nicht auch unsere anderen Ideen und Realitäten solche Kristallsphären? Hat nicht jede Zeit ihre Kristallsphären? Und ein ''Recht'' darauf kraft ihrer Willkür.  


Materie ist unentbehrlich dafür den Zusammenhang der sinnlichen Erscheinungen zu erklären. Wen stört es dabei, dass mit hilfe der Materie bisher noch in keinem einzigen Fall die Existenz der sinnlichen Wahrnehmung hergeleitet werden konnte? Das sogenannte Problem vom Bewußtsein. So lange nur ''geglaubt'' wird. dass sie es tut. Materie ist nur eine weitere Kristallspäre.  
Materie ist unentbehrlich dafür den Zusammenhang der sinnlichen Erscheinungen zu erklären. Wen stört es dabei, dass mit hilfe der Materie bisher noch in keinem einzigen Fall die Existenz der sinnlichen Wahrnehmung hergeleitet werden konnte? Das sogenannte Problem vom Bewußtsein. So lange nur ''geglaubt'' wird. dass sie es tut. Materie ist nur eine weitere Kristallspäre.
 
Das sogenannte Problem vom Bewußtsein.
 
Die Frage lautet: Wozu hat die Natur dem Menschen ein Bewußtsein verliehen, wenn dieser seine Aufgaben auch ohne jegliches Gewahrsein so wie ein mechanischer Roboter ausführen könnte.
 
Wie entsteht aus unsinnlicher Materie eine sinnliches Erleben.
 
Die Frage ist falsch gestellt.
 
Richtig muss die Frage so lauten:
 
Aus welchen Gründen kommt der Homo Sapiens dazu sich ein unsinnliches Material auszudenken?
 
Das ist nämlich unvorstellbar.
 
Jede Vorstellung ist nämlich per Definition sinnlich.
 
Und dies ist der Grund:
 
A erzeugt die Eigenschaften von B, die davor nicht existierten.
 
Also kann A selbst diese Eigenschaften nicht haben.
 
Blaise Pascal:
 
>>Licht ist kein Strom leuchtender Körper.<<
 
Wenn Licht das Leuchten erklären soll, dann dürfen die Lichtteilchen nicht selbst leuchten.
 
(Nebenbei: Was hätte Pascal wohl zu den Gluonen gesagt?)
 
Materie soll das sinnliche Erleben, die Präsenz erklären.
 
Schluss: Also müssen ihm diese Eigenschaften selbst fehlen.
 
Das ist logisch.
 
Damit ist aber nicht im geringsten nachgewiesen, dass Materie überhaupt existiert! 


== Der magische Zauber des Materialismus ==
== Der magische Zauber des Materialismus ==

Version vom 27. August 2023, 17:45 Uhr

Die Sinne reden gegen den Verstand: Du amer Verstand!

Von uns nimmst du die Zeugnisse an und willst uns damit besiegen.

Dein Sieg ist Dein Fall.

[Demokrit]


Ich beginne diese Einführung in den Immaterialismus wissentlich und willentlich mit einem subjektivem Erlebnis zur Unterstreichung einer Behauptung von mir und um die Schriftgelehrten zu ärgern. Eine Behauptung, die ich noch öfter wiederholen werde.

Es ist sehr wohl möglich aus unserem Erleben relevante Erkenntnisse zu gewinnen. Selbst dann, wenn diese nicht quantifizierbar oder objektivierbar sein mögen. Wer würde das auch bestreiten wollen - außer unseren Gelehrten.



Eines sonnigen Tages ging ich in unserer Wohnung die Treppe hinab und sah diese leuchtende Wand.

Da traf mich die Erkenntnis des Immaterialismus wie ein Blitz.

Diese Präsenz dieser sonnenleuchtenden Wand

- mag sie auch Erscheinung sein oder in meinem Gehirn eine Wahrnehmung, mag sie auch dies oder das sein was ich nicht weiß -

Diese Präsenz oder Erscheinung (wenn man denn will) existiert selbst durch sich selbst in diesem Moment und wird nicht von der Existenz von Materie getragen von irgendwelchen chemischen, physikalischen oder sonstigen Vorgängen . . .

auch wenn diese in irgendeinem Zusammenhang mit ihr stehen.

Z.B. fällt ja das Sonnenlicht auf die Wand. Mag auch Materie zu dieser Präsenz geführt haben, so kann sie deren Existenz selbst nicht erklären.


Existenz des Immateriellen


The opaque eyes in their powdered clown masks will not see the emptiness of their minds but prefer to adhere with wormlike tenacity to the thin curtain of matter which is set in the floor of the cage where i keep them for amusement. They live in a lilliput of the soul yet imagine themselves gods and titans.
[Brian M. Stableford | Man in a cage]



Ich stelle den Satz dahin:

Die Existenz der sinnlichen Präsenz - der Geschmack von Salz, der Klang einer Glocke, die Farbe Rot usw. - ist eine andere als die Existenz der Materie, die diesen Erscheinungen zugrunde liegen mag.

Folgerung: Die Existenz der Präsenz ist etwas anderes als die Existenz von Materie - sonst könnte Materie nicht dazu dienen die Existenz der Präsenz zu erklären, sondern wäre identisch mit ihr.

Einwand: Die sinnliche Präsenz ist auch nur materiell.

Gegenargument: Dann gibt es also eine Art Materie die sinnlich ist? -

Also materielles Rot, materielle Salzigkeit usw.

Dem mag ich nicht widersprechen, denn ich will nicht um Worte streiten. Alles was ich nicht verstehe ist die Existenz dieser unsinnlichen Art von Material, dass man weder sehen, noch hören, noch riechen, noch schmecken kann. Ich habe das noch nie gesehen, noch gehört, noch gerochen und auch nicht geschmeckt.

Wozu ist diese andere Art von Materie nötig, die völlig ohne jede Empfindung ist? Wie eigentlich kann es zwei völlig unterschiedliche Arten von Material geben, nämlich die res cogitans und res extensa, eine denkende Substanz und eine materielle Substanz, wie sie noch von Descartes postuliert wurde.

Was macht zwischen ihnen den Unterschied aus?

Oh, ich weiß, dass die Wissenschaftler ein großes Aufhebens um diese Materie machen.

Obwohl man da heute lieber "Atom" oder "Energie" sagt.

Das ganze ist ein großes Geheimnis und nicht jeder kann solch komplizierte Dinge verstehen. Das ist jedenfalls nichts für Ungebildete.

Prinzip: Hebe was du nicht verstehst auf ein Podest und verehre es als Geheimnis und mache ein großes Tam-Tam darum, auf daß du es auch keinem anderen erklären brauchst, da es niemand wagt sich ihm zu nähern.

Argument ad infinitium

Kurz vor diesem Erlebnis hatte ich einen Satz in einem Buch gelesen, das "Auge und Gehirn" heißt. Das ermöglichte meine neue Erkenntnis überhaupt erst:

Zitat:

>>Es ist keine Erklärung für das Erleben Sehen, wenn man sich vorstellt, dass die vom Auge über den Sehnerv geleiteten Eindrücke im Gehirn von einem inneren Auge gesehen werden. Damit wird die Erklärung nur verlagert aber die eigentliche Antwort auf die Frage nicht gegeben. Wie erfährt dann dieses innere Auge das Erleben "Sehen". Wie kommt diese Präsenz der Farbe Rot zustande?


Man bemerkt:

Diese Art der Erklärung schließt einen unendlichen Regress in sich ein. Damit kommt man zu keinem Ende.

>>Da ist ein Auge im Gehirn, dass die Informationen sieht, die der Sehnerv weiterleitet. Und hinter diesem Auge ist ein anderes Auge welches dessen Schauen sieht. Usw. usw..

Das geht dann immer so weiter, weil man niemals dazu kommt damit die Präsenz des Erlebens zu erklären.


Genug!

Die Präsenz. Die momentane "Wahrnehmung" kann nicht erklärt werden durch den Wahrnehmungsvorgang.

Sie kann nicht erklärt werden durch den zeitlichen, den vergangenen Vorgang des Wahrnehmens.

Netzhaut, Nervenimpulse, Stäbchen und Zäpfchen und der ganze Kram.

So sehr diese Einzelheiten auch mit dem Ergebnis in Zusammenhang stehen (trenne den Sehnerv durch und du siehst nichts mehr.)


Die biologischen Vorgänge der Sinneswahrnehmung waren in der Vergangenheit.

Die Präsenz hat eine eigene, eigenständige Existenz in der Gegenwart.

Esse est percipi wie Berkeley sagt.

Die sinnliche Existenz der nackten Erscheinung selbst ist - wenn sie schon nicht Materie - immateriell.

Und man sagt uns, dass Materie unsinnlicher als der Strengste Asket sei.

Da existiert also etwas unbestreitbar, das keine Materie ist - und sei es auch nur in unserem Gehirn, wie behauptet wird .

Wenn es also diesen unstofflichen Stoff Präsenz gibt, der uns bekannt ist;

(und uns ist aus unserer Erfahrung sogar nichts anderes bekannt! - auf alles andere wird nur geschlossen!).

wozu zum Teufel braucht man dann noch diesen anderen Stoff der Materie genannt wird?

Woher kennen wir ihn?

Was sind seine Beweise?

Was macht er? Wozu ist er gut? Und was bewirkt er?

Materialismus der Physiker

Nun ist es eines der schwierigsten Angelegenheiten einen Materialisten danach zu fragen was Materie ist.

Das kommt: Sie wissen es selbst nicht. Sie haben keine klare Vorstellung davon. Niemand hat das.

Das ist ja gerade der Witz: Man kann sie nicht vorstellen.

Erinnern wir uns: Sie ist unsinnlich .

Dieser Wissenschaftler weiß bloss, dass sie ihm dazu dient Dinge zu erklären, die sonst unerklärt blieben.

Folglich muß es sie geben.

Was für ein artiger Schluß.


Ein Physiker sagt folgendes:

Da trifft also Licht auf diesen Körper dort und wird reflektiert. In Wirklichkeit sind das ja Photonen mit einer bestimmten Wellenlänge die sich dann fortbewegen schließlich zum Auge gelangen, dort auf die Netzhaut treffen und dann im Gehirn (noch so ein allmächtiger Lückenbüßer) den Sinneseindruck von Rot erzeugen.

Aber das ist alles nur in unserem Kopf und die Farbe Rot ist in Wirklichkeit eine Wellenlänge.

Das wirkliche Rot ist eine elektromagnetische Schwingung nämlich 430nm um genau zu sein.

Das ist alles.

Wo aber bei alledem kommt die Materie ins Spiel?

Kein Mensch hat jemals bestritten, dass unsere sinnlichen Erfahrungen in einer manchmal sehr komplizierten Beziehung zueinander stehen.

Das ist allgemeine Erfahrung.

Aber wie kommt man aufgrund dieser Tatsache zu der Annahme, dass dabei ein Stoff vermittelt der prinzipiell und per Definition jeglicher Erfahrung unzugänglich ist?

Ich weiß ich sehr wohl warum ein Physiker glaubt zu wissen, was real ist und auch warum er dies glaubt.

Das langweilige daran ist, dass man seinen Gegner nicht nur versteht, sondern seine ganze Historie kennt und weiß wie und warum er sich gerade dort irrt - und umgekehrt bereitet es Überdruss auch zu verstehen, wie er meine Position nicht verstehen kann.

Ja - das gibt schon viel her für eine Komödie.

Da würde ein Physiker sagen: Materie sind doch die Atome. Atome gibt es also gibt es auch die Materie.

Was war Materialismus

Jede neue Idee braucht Jahrzehnte, braucht Jahrhunderte bis sie das allgemeine Wissen erreicht hat.

Unser Allgemeinwissen ist um Jahrzehnte veraltet.

Und eine idee ist um so länger unterwegs je grundlegender sie ist. Bereits Faradays Feldbegriff war ein Angriff auf den Materiebegriff. Es war die Schule von Milet: Thales und Anaximander und Anaximenes die als erste die Phänomene nicht mythologisch, sondern als natürliches Wirken eines universalen Urstoffes erklärten. Wasser, Luft, Erde, Feuer.

Dies wird allgemein als der Beginn der Naturwissenschaft angesehen. Damit wurde erstmals versucht die Phänomene durch natürliche Vorgänge zu erklären statt mythologisch. Blitze werden nicht von Zeus geschleudert. Später hat sich der Begriff der Stofflichkeit des Materials, der Materie immer mehr verflüchtigt. Er wurde immer weiterer sinnlicher Qualitäten entledigt. Bis schließlich bei Demokrits Atomen nur noch Ausdehnung, Masse und Bewegung übrig sind. Und da stehen wir noch Heute. Tatsächlich muss man sagen: Da standen wir.

Längst wurden auch diese Eigenschaften durch die moderne Physik als nicht elementar erkannt.

Festigkeit erlangen Atome nur dadurch, das sich Elektronen gegenseitig abstoßen. Deshalb kann meine Hand den Stein nicht durchdringen. Ausdehnung erlangen Atome unter anderem wegen dem Pauliprinzip. Eigentlich bestehen sie zum größten Teil aus leerem Raum.

Der Begriff der Materie ist schon lange veraltet. Leider ist es aber so, dass die Dogmen vergangener Zeiten noch Jahrhunderte später in den Köpfen der Menschen herumgeistern.

Die Quantentheorie ist ganz dem machschen Prinzip gefolgt nur das in der Theorie zuzulassen was einer Messung zugänglich ist.

Ein fester undurchdringlicher Stoff gehört nicht dazu.

Was ist Materie?

Die idee der Stofflichkeit oder Substanz oder Materie:

Spaltung in sinnliche Welt und platonischer ewige Ideenwelt.

"Stoff" ist: Ich nehme gleichartiges Baumaterial und schaffe damit Form.


So wie ein Töpfer aus Ton verschiedene Teller, Tassen, Schalen formt.

Materie als "Träger" wurde nur erfunden, um zu erklären wie die sinnlichen Phänomene miteinander zusammenhängen.

Dieser Tisch dort trägt das Buch und trägt auch das Glas, das auf ihm steht und verbindet beide auf diese Weise miteinander.

Auf eben diese Weise trägt auch die Materie die sinnlichen Phänomene die wir erfahren und verbindet diese auf nämliche Weise miteinander.


Das ist im grunde ein magisches Bild. Materie ist ein ad hoc eingeführter Begriff, ein Lückenbüßer, um diese Verbindung zu erklären.

In Wahrheit aber wissen wir gar nicht wie Vielfalt überhaupt möglich ist.

Das ist ein ungelöstes und unlösbares Rätsel.

Wie ist das möglich, dass voneinander verschiedene Einzelheiten zugleich in einem Ganzen nebeneinander existieren?


Kein Mensch kann das erklären.


Wir können die Regeln und Gesetze beschreiben in welcher Weise das geschieht - aber das ist etwas ganz anderes!


"Materie" ist frei erfunden, um diese Verbindung zu erklären - erklärt diese aber gar nicht.


Die Frage wird nicht beantwortet.

Aber man fragt nicht mehr, weil eine Antwort gegeben wurde.


Wir modernen Immaterialisten sind weit entfernt von der Naivität eines Ernst Mach Atome zu bestreiten (>>haben`s denn eins gesehen?<<).


Aber Atome sind keine Materie.

Atome sind Modelle, um unsere Erfahrung zu beschreiben.

Kein Wunder, dass sie erfolgreich darin sind unsere Erfahrung vorrauszusagen.

Das ist Ihr Zweck.

Wir machen uns innere Scheinbilder oder Symbole der äußeren Gegenstände, und zwar machen wir sie von solcher Art, daß die denknotwendigen Folgen der Bilder stets wieder die Bilder seien von den naturnotwenigen Folgen der abgebildeten Gegenstände. [Heinrich Hertz]


Atome sind eben nur Modelle um unsere sinnlichen Erfahrungen zu ordnen und aufzuzeigen, wie diese miteinander verbunden sind. Die Hypothese eines Trägers ist hierfür nicht notwendig. Es ist doch das elementare Faktum dieser Welt, dass Teile nicht voneinander getrennt sind, sondern miteinander verbunden.


Wir bewundern Berkeley`s Argumentation, dass die Hypothese einer nicht-sinnlichen Essenz durchaus nicht die Existenz unserer sinnlichen Erfahrung erklären vermag.

Das wird von den Materialisten durchaus zugegeben.

Obwohl "Materie" gerade zu diesem Zwecke erfunden wurde!

Materie als Universalmaterial

Die Idee der Stofflichkeit lautet so:


>>Ich kann aus gleichartigem Stoff verschiedene Dinge formen.<<


Aber es gibt nichts Formloses.

Der Stoff selbst hat immer auch Form.

Es gibt keinen formlosen Stoff.

Es ist da keinen Urstoff der Materie, des Materials, der nur zu den verschiedenen Erscheinungen und Ausformungen geformt wird -

weiß wie Zahnpasta und elastisch wie Knetgummi.


Nein!


Die Form ist ALLES!


Und der Stoff ist nur nachträglich untergeschoben ...


Die Form ist der Stoff!


Wie kann nur Verschiedenheit sein?

Wo doch alles was existiert gleichen Anteil an der Existenz hat, gleiches SEIN, identisches SEIN!


Verschiedenheit ist eben noch der beste Einwand gegen das abstrakte, allgemeingültige, universelle SEIN. Ist seine Widerlegung.

Denn für jedes verschiedene SEIN müsste auch eine völlig andersartige, völlig unabhängige Materie da sein.

Wie aus einer anderen Welt, wie eine noch unbekannte neue Farbe - und so ist es in der Tat!

Nur dass wir die universelle Substanz aufgeben zugunsten der individuellen Substanz

zugunsten der Einzelheit

zugunsten der Soheit

zugunsten dem Detail.


Und eben damit geben wir auch den Begriff einer Substanz überhaupt und ganz auf.

Wozu soll er jetzt noch taugen wenn nunmehr und nur noch - die Form ist.

Materie und Abstraktion sind Geschwister - das hat schon Berkeley erkannt.

Materie als Klebstoff

>>Wie kann es nur sein, dass materielle Vorgänge mit nicht-materiellen Vorgängen korrespondieren.

Das Abbild im Auge korespondiert mit unserer Sicht.

Wie ist dieser Dualismus auch nur möglich, wo doch "Materie" und Bewußtseinzustände zwei völlig getrennten Spähren angehören!

Da sah ein Descartes sich genötigt zwei unterschiedliche Substanzen zu postulieren:

Die denkende und die nicht-denkende (Materie) .


Wozu hat der Mensch das Bewußtsein erfunden, wo doch alle Vorgänge auch mechanisch ohne Wahrnehmung ablaufen könnten. Welchen Evolutionsvorteil bot die Entwicklung von Bewußtsein?

Wie erschafft der materielle Sehnerv das sinnliche SEHEN.


Ich behaupte, das alles was wir kennen (und nicht nur theoretisch erschließen) ohne weiteres Zutun ein Gewahrsein in sich trägt.

Für das Gewahrsein ist keine weitere Ursache notwendig.

Sonst könnte Gewahrsein nicht in der Gegenwart erreicht sein.

Überhaupt nicht sein!


Welcher Klebstoff verbindet den Klebstoff mit dem anderen Klebstoff?

Und welcher Klebstoff diesen wiederum mit jenem?

So kann man immer weiter fragen ad infinitium.

Es ist eben ein Irrtum, dass die Welt aus getrennten Teilen sei, die nur richtig zusammengeklebt werden müssen.

Es ist ja noch nie ein Teil abgetrennt gewesen und alles klebt untrennbar aneinander.


Was ist der Klebstoff, der die Welt im innersten zusammenhält?


Hier wird - wie so oft - in der Frage eine falsche Annahme vorausgesetzt.

Nämlich dass es abgetrennte Teile gibt. Aber gerade das ist das Merkmal vom Teil, dass er teilhat am Ganzen.

Es ist nicht nötig völlig getrennte Monaden oder Atome zusammenzukleben. Sie waren ja gar nie verlorengegangen.


Beweis: Ich sehe Verschiedenheit, Mehreres mit einem Blick.

Es gibt Verschiedenheit in der Verbindung des ganzen.


Es gibt Probleme, deren Lösung naturgemäß gerade nicht der verstandesmäßigen Analyse zugänglich sind.

Der Reduktionismus hat seine methodischen Grenzen.

Man kann nicht jedes Problem lösen indem man es in Teile zerteilt, diese Teile beschreibt und anschließend wieder zusammensetzt.

Auch diese Methode hat ihre Grenzen. So erfolgreich sie auch in Technik und Wissenschaft ist.

Die Frage nach der Natur der Verbindung von Teilen ist durch sie definitionsgemäß unlösbar. Eine geteilte Verbindung ist eben gar keine Verbindung mehr.

Die Frage nach der Natur der Wahrnehmung ist durch Sezierung und Auftrennung von Nerven letztlich unbeantwortbar.

- So große Fortschritte man auch darin gemacht hat, wie Sinneswahrnehmungen entstehen - so ist man damit der Frage ihrer gegenwärtigen Existenz doch keinen Schritt weiter.


Teile

Die Verbindung von Teilen ist der innere Kern der Realität und bedarf keiner weiteren Erklärung. Und ich spreche hier nicht von Chemie.

Aber die Zwerge haben rationale, reduktionistische Erklärungsmethoden gelernt. Und da ist eine "Erklärung" immer die Verknüpfung von bisher getrennten Teilen.


Aber es gibt keine solchen "Teile".

Wir haben die "Teile" erst erfunden.

In der Natur kommt so etwas wie unsere "Teile" gar nicht vor.

Der Begriff "Teil" ist eine Fiktion von uns.

Eine Fiktion, die erst durch folgende Prozedur eine Bedeutung erhält:

Wir nehmen ein Puzzle-Teil und setzen es erst hierhin und dann dorthin. Der Bezug des Puzzle-Teils zur Umgebung ist anscheinend beliebig. Dagegen bleibt das Puzzle-Teil gleich. Also meinen wir, dass wir ein Puzzle aus von der Umgebung isolierten Puzzle- Teilen zusammensetzen können.

Doch diese ganze Argumentation ist ein Irrtum.

Alles ist aus EINEM Stück und es gibt keine Teile.

Die Beziehung eines Teils zur Umgebung ist beliebig. Doch wechselt ein Ding seine Beziehung zur Umgebung, seinen Ort, so ist es ein anderes Ding.

Man steigt niemals zweimal in denselben Fluß.

Das ist ein typisches Beispiel dafür, wie ein Paradigma seine eigenen Folgerungen begründet und hinterher wiederum als Bestätigung nimmt.

Die ganze Argumentationskette setzt voraus, dass es Identisches gibt - das Teil ist dasselbe nur die Umgebung ist eine andere.

Aber es gibt nichts Identisches!!!

Identität ist nur eine Gewohnheit von uns um verschiedene Phänomene wiederzuerkennen, aktiv miteinander zu verwechseln, um so etwas wie Erfahrung zu ermöglichen. Das heißt wir verknüpfen die Verwechselbarkeit mit einem Deja-Vu-Erlebnis und synthetisieren in dieser Weise den Begriff der Identität.

Mit welchem recht tun wir das? Mit einem göttlichen Einblick in die absolute platonische Ideenwelt sicher nicht.

Der Erfolg gibt uns Recht: Wir leben noch. Alle Nominalisten der TAT sind mangels Gedächtnis schon vor Urzeiten ausgestorben.

Noch mal Teile

Wodurch erkennen wir überhaupt die Wirkung von Teilen? Doch nur daran wie sich das Ganze verhält, wenn ihm die Teile fehlen - wenn wir dieses Teil entfernen.

Ein Forscher rief einem Floh zu: >>Spring!<< - und der floh sprang. Da riß der Forscher dem Ffloh ein Bein aus und wiederholte das Experiment. Und wieder sprang der Floh. Dies setzte sich fort bis zum letzten Flohbein. Und wiederum rief der Forscher dem Floh zu: >>Spring!<< - doch der Floh sprang nicht. Zufrieden notierte der Forscher in sein Notizbuch: Flöhe hören mit ihrem letzten Bein. -

Es ist ein grundsätzlicher Fehlschluß aus der ausbleibenden Wirkung auf die Ursache zu schließen. Wir erkennen die Wirkung des Teils also gar nicht an der ihm eigentlichen Wirkkraft aus seiner Wirklichkeit, sondern diese erfinden wir nur dazu, diese erdichten wir nur aus dem Ausbleiben einer Wirkung. Aus dem was fehlt, wenn dieses Teil fehlt. Doch dies ist ein fataler folgenreicher Fehlschluß unserer logik, ein plumper Irrtum, der unserer gesamten schließenden Logik zugrundeliegt; und in so manchem Paradox mündet.

Die Quantentheorie gilt als paradox und unverständlich, nur weil hier unsere falsche reduktionistische Logik versagt. Das young`sche Doppelspaltexperiment widerlegt unsere übliche Auffassung von Realität und Logik. Das Interferenzmuster aus beiden Spalten ist nicht einfach die Summe der Muster der einzelnen Spalte. Das Ganze ist nicht die Summe seiner Teile. Man sieht damit ist der Fundamentalsatz der reduktionistischen Logik widerlegt. >>Teile/analysiere und setze aus diesen Teilen das Ganze wieder zusammen<< ist falsch. Dieser Satz ist in vielen Fällen erfolgreich anwendbar, aber er hat nichts damit zu tun wie die Realität eigentlich funktioniert. Ich hatte nie ein Problem mit dem Doppelspalt-Experiment, weil ich sowieso nie an eine reduktonistische Wirklichkeit geglaubt habe.

Wir sind Wirbeltiere, die gerade eben aus dem Meer gekrochen sind und haben Rituale entwickelt, wiederkehrende Bewegungen, eine Choreographie und verwechseln diese Rituale mit GEIST. Doch auch dies ist nur ein Irrtum der Muskeln. Die Welt ist nun einmal nicht aus Legobausteinen zusammengesetzt und jeder Physiker kann heute bezeugen daß ein Teil-chen nicht einfach nur ein Teil ist. Jeder Witz springt über die Logik und zeigt wie aus einfachen Voraussetzungen eben gerade nicht die zu erwarteten, vorauszusehenden Folgen folgen.


Nominalismus

>>Es scheint demnach, daß wir, um gewiß zu sein, daß dieser Satz allgemein wahr ist, entweder einen besonderen Beweis für jedes einzelne Dreieck führen müssen, was unmöglich ist, oder es ein für allemal zeigen müssen an der abstrakten Idee eines Dreiecks, woran alle einzelnen unterschiedslos teilhaben, und wodurch sie alle gleichmäßig repräsentiert werden. Darauf antworte ich, daß, obschon die Idee, die ich im Auge habe, während ich den Beweis führe, z.B. die eines gleichschenkligen rechtwinkligen Dreiecks ist, dessen Seiten von einer bestimmten Länge sind, ich nichtsdestoweniger dessen gewiß sein kann, daß derselbe Beweis Anwendung findet auf alle anderen geradlinigen Dreicke, von welcher Form oder Größe sie auch immer sein mögen, und zwar darum, weil weder der rechte Winkel noch die Gleichheit zweier Seiten noch auch die bestimmte Länge der Seiten irgendwie bei der Beweisführung in Betracht gezogen worden sind. Zwar trägt das Gebilde, welches ich vor Augen habe, alle diese Besonderheiten an sich, aber es ihrer durchaus keine Erwähnung in dem Beweis des Satzes geschehen. (. . .) Aus diesem Grunde und nicht darum, weil ich von der abstrakten Idee eines Dreiecks den Beweis geführt hätte, schließe ich, daß das von einem einzelnen rechtwinkligen gleichschenkligen Dreieck Erwiesene von jedem schiefwinkligen und ungleichseitigen Dreieck wahr ist.<<

[George Berkeley | Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis]

ALLE Regeln werden aus Einzelheiten erkannt und gebildet. Einzelheiten sind die einzigen Realitäten. Denn Regeln sind nur über Einzelheiten erreichbar. Der Inhalt von Regeln ist etwas anderes als ein existierendes DING. Es ist ein Ritual, eine Gewohnheit ein gesiebtes Prinzip, aber keine Realität. Es ist ein Algorithmus, eine Handlungsanweisung, ein Backrezept.

Als solches aber wiederum selbst auch nur eine Einzelheit. Soviel zu der Existenz abstrakter Ideen.

Mathematik existiert nicht in irgendeinem abstrakten Ideenhimmel. Mathematik ist eine Sammlung von Algorithmen, die ganz konkret als Einzelheiten exitieren, nämlich niedergeschrieben als Zeichen in einem Mathematikbuch und da wo man diese Handlungsanweisungen dieser Zeichen konkret ausführt. Da. Nur da.

Mathematik ist eine Fälschung.

1 = 1 ist eine Lüge.

1 = 1 ist falsch.

1 = 1 ist nicht die Feststellung der Identität zweier Zahlen.

Es ist der Beschluss, dass man zwei Zahlen, die nicht gleich sind miteinander verwechseln will.


1 ≠ 1 ist wahr.

Denn die linke Eins steht links und die rechte Eins steht rechts.

Beide Zahlen können nicht identisch sein. Dann könnte kein Gleichheitszeichen zwischen ihnen stehen.


Ist das wirklich noch Niemandem aufgefallen?

Ich bin immer sehr amüsiert, wenn es in der Diskussion um die Frage geht, ob die imaginäre Zahl i real ist.

Haben die Leute denn gar nicht bemerkt, dass bereits die Zahl EINS imaginär ist?

Es gibt keine Identität.

Wenn man fünf Äpfel zählt, dann sind diese nicht identisch.

Der eine ist rot, der andere ist grün.

Einer ist groß und noch einer klein.

Aber wir tun so, als ob die Äpfel identisch wären.

Das bedeutet: Wir verwechseln die Äpfel miteinander. Es ist uns egal, ob man zuerst diesen oder jenen Apfel zählt.

Erst durch diese Operation erzeugen wir so etwas wie "Identität".

"Identität" ist kein existierendes DING, sondern ein Algorithmus. Nämlich die Handlungsanweisung Objekte miteinander zu verwechseln und ihr individuelles Dasein - das heißt ihre konkrete Realität - dabei zu ignorieren.

Mathematiker und Wissenschaftler fabrizieren eine Fälschung.

Diese Fälschung kann man entlarven.

Man muss nur aufmerksam darauf achten, was sie tatsächlich konkret TUN, um zu diesen Ergebnissen zu gelangen.

Man wird immer finden, dass sie ganz konkrete Handlungsanweisungen an ganz konkreten Objekten ausführen, auch wenn das komische Schnörkel aus einem Mathematikbuch sind. Sie werden niemals mit etwas hantieren, dass nicht konkret und eine Einzelheit ist.

Sie werden nie mit einem abstrakten Objekt hantieren, dass nicht konkret ist / aus dem platonischen Ideenhimmel stammt.

Sie sind im Irrtum. Sie glauben die imaginäre Zahl i ist ein DING und deshalb eine abstrakte Idee. Sie ist aber eine Handlungsanweisung bestimmte Schritte durchzuführen.

Feststellung:

Man kommt zu exakt denselben Ergebnissen der Mathematik ohne abstrakte Ideen.

Und zwar wenn man definierte Algorithmen auf konkrete Objekte/Zeichen anwendet.

Man muss nur die richtige Choreografie eingeübt haben.

Das ist jedenfalls das, was Mathematiker tatsächlich TUN ! ! !

Wozu bitte braucht man dann noch die Existenz von abstrakten Ideen?

Wenn diese in der Praktik der Mathematik gar nicht vorkommen?

Materie als ad hoc-Hypothese

Der Begriff "Materie" ist eine Fiktion, eine Erfindung, eine Worthülse.

Das heißt man nimmt eine Black Box. Dann malt man ein großes X darauf und klebt ein Etikett mit einem Namen darauf.

Das kann dann beliebig heißen.

Der Äther

Die Materie

Der freie Wille

Das Gehirn

Das Bewustsein

Gott usw. . . .

Dann schreibt man diesem Wunderding ganz erstaunliche Qualitäten und Wirkungen zu. Der Äther sollte z.B. unendlich starr und gleichzeitig fast völlig durchlässig sein. Mit Hilfe dieser ad hoc gemachten Hypothese erklärt man dann eine Reihe von Erscheinungen. Wen stört es eigentlich, dass die Erklärungen dabei immer länger und abenteuerlicher werden. Das ptolemäische System hat Schwierigkeiten die Schleifenbahn des Planeten Mars zu beschreiben? Was macht das schon? Laßt uns einfach noch ein paar Nebenkreise erfinden, dann wird es schon gehen. Wen stört es dabei eigentlich, dass die Phänomene dabei tatsächlich gar nicht erklärt werden, so lange man der Hypothese nur zuschreibt, dass sie es tut und das auch geglaubt wird. Da macht man ein großes X und schreibt diesem X Leistungen und Eigenschaften zu, die die offenen Fragen erklären.

Und indem wir mit diesem X so viel erklären kleben wir immer mehr an diesem X und dieses X klebt an uns.

Wir werden es nicht mehr los! Eine ad hoc gemachte Hypothese... und dann wird das Wort, das große X unentbehrlich. - Hat es nicht schon so viel erklärt? Und es wird selbst zu einer Realität ganz wie die Kristallsphären des Aristoteles. Aber ich will fair sein. Sind nicht auch unsere anderen Ideen und Realitäten solche Kristallsphären? Hat nicht jede Zeit ihre Kristallsphären? Und ein Recht darauf kraft ihrer Willkür.

Materie ist unentbehrlich dafür den Zusammenhang der sinnlichen Erscheinungen zu erklären. Wen stört es dabei, dass mit hilfe der Materie bisher noch in keinem einzigen Fall die Existenz der sinnlichen Wahrnehmung hergeleitet werden konnte? Das sogenannte Problem vom Bewußtsein. So lange nur geglaubt wird. dass sie es tut. Materie ist nur eine weitere Kristallspäre.

Das sogenannte Problem vom Bewußtsein.

Die Frage lautet: Wozu hat die Natur dem Menschen ein Bewußtsein verliehen, wenn dieser seine Aufgaben auch ohne jegliches Gewahrsein so wie ein mechanischer Roboter ausführen könnte.

Wie entsteht aus unsinnlicher Materie eine sinnliches Erleben.

Die Frage ist falsch gestellt.

Richtig muss die Frage so lauten:

Aus welchen Gründen kommt der Homo Sapiens dazu sich ein unsinnliches Material auszudenken?

Das ist nämlich unvorstellbar.

Jede Vorstellung ist nämlich per Definition sinnlich.

Und dies ist der Grund:

A erzeugt die Eigenschaften von B, die davor nicht existierten.

Also kann A selbst diese Eigenschaften nicht haben.

Blaise Pascal:

>>Licht ist kein Strom leuchtender Körper.<<

Wenn Licht das Leuchten erklären soll, dann dürfen die Lichtteilchen nicht selbst leuchten.

(Nebenbei: Was hätte Pascal wohl zu den Gluonen gesagt?)

Materie soll das sinnliche Erleben, die Präsenz erklären.

Schluss: Also müssen ihm diese Eigenschaften selbst fehlen.

Das ist logisch.

Damit ist aber nicht im geringsten nachgewiesen, dass Materie überhaupt existiert!

Der magische Zauber des Materialismus

Abstrakta-Amulette entwickeln sich aus einer ursprünglich praktischen Lehre. Da im Zuge des Initiationsritus dem Anwärter von den Autoritäten Schmerzen zugefügt werden sollen - wird er gezwungen eine Lehre zu lernen, lehren und zu verteidigen, die er im Grunde nicht versteht. Es wird also nur das Äußere, die Schale und die mechanische Anwendung gelehrt, aber nicht das lebendige sinnliche Verständnis.

So wie es gelernt wurde wird es dann gelehrt. Diese Schale sind die Abstrakta-Amulette. Das Maß der Ehrerbietung für selbige und Verachtung für die, die ihnen nicht huldigen entspricht dabei genau dem Maß und der Schmerzen, die zu ihrer Erlangung aufgebracht wurden. Doktorgrad .

Von Ronald D. Laing stammt der Satz: >>Wir müssen unsere Erfahrung irgendwie wieder in die Theorie bringen . ich bin nicht der gleichen meinung obwohl ich gerne zugebe daß er mit diesem satz in seinem sinne recht hat . denn die erfahrung war nie außerhalb unserer theorie. unsere theorie ist nämlich nur eine sehr spezielle bestimmte seltene art unserer erfahrung ist war und wird immer innerhalb unserer erfahrung sein das entspricht im zen-buddismus ungefähr dem satori der erkenntnis der unmittelbaren wirklichkeit die nur durch die illusion verhindert wird daß sie nicht da sei und also mit mitteln gesucht wird . auch die theorie ist erfahrung und allgemeine gesetze sind auch nur spezielle einzelheiten innerhalb der wirklichen welt der speziellen einzelheiten. das ganze unglück beginnt mit der verwechselung der wirklichen welt mit der welt der theorie - und dies geschieht typischerweise durch theoretiker du82eh. durch leute die sich vornehmlich in der theoretischen welt aufhalten denen die theoretische welt die ganze welt ist eben weil dies ihre hauptsächliche erfahrung ist. wenn also physiker an die existenz der materie glauben so liegt dies einfach nur an ihrer primären erfahrungsquelle. der bankier glaubt an die banknoten das mädchen an die liebe usw. . nebenbei damit bin ich wieder bei dem hauptsatz der dämonologie daß der herrschende dämon die welt bestimmt ein physiker würde sagen das sind alles nur modelle. - und nicht wirklich begreifen was er da sagt . was ist bewußtsein was ist bewußtsein was ist bewußtsein das problem vom bewußtsein das problem vom bewußtsein das problem vom bewußtsein ich bin also denke ich. esse est percipi. das problem des bewußtseins wird missverstanden da es nicht sauber analysiert wird und unter "bewußtsein" ein synthetisches gebilde verstanden wird daß es in der form tatsächlich nicht gibt. so kommt es dann zu fragen wie wozu erfand die natur ein bewußtsein wenn lebewesen als komplexe automaten genau dasselbe leisten könnten welcher selektionsvorteil steckt dahinter eine davon ist gewahrsein des leibes und wie alle funktionen des geistes ist dies ein körperlicher vorgang einer speziellen schimpansenart. "man kann durch den körper wandern und sich seiner verschiedenen glieder bewußt werden" ist die berührung des muskeltonus empfinden. eine wichtige fähigkeit um sich als 3-dimensionales objekt durch die äste zu schwingen ohne anzustoßen. a es könnte ja ein unsinnliches material geben mit dem namen materie . als ursache der sinnlichen qualitäten darf dieses material selbst natürlich keine sinnlichen eigenschaften besitzen. du82eh. die ursache von rot kann nicht auch selbst rot sein. es könnte auch nichts sein statt etwas. warum gibt es überhaupt etwas das ist ein logischer irrtum denn nichts daß verschiedenheiten existieren ist nicht weiter verwunderlich ist doch gerade die einheit die identität eine optische täuschung und sogar ein logischer widerspruch wir können nur die identität von verschiedenem aussagen a a dies ist eine aussage stellt eine beziehung her zwischen zwei getrennten objekten. - von identischem können wir die identität nicht aussagen. man sieht das gleichheitszeichen ist ein offenbarer widerspruch. man sagt nur die "gleichheit" aus nicht die "identität" du82eh. das ergebnis der ersten verwechselung kann verwechselt werden mit dem ergebnis der zweiten verwechselung. a b wenn "a b" a b" woraufhin ich es beweisen kann. "identität" ist ein algorithmus du82eh. eine handlungsanweisung sich um gewisse unterschiede nicht zu scheren ein filter der wahrnehmung im grunde ein ergebnis ein resultierender friedensschluß von dämon-revierkämpfen der sich stabilisiert hat. was wäre wenn es eines tages maschinen roboter gäbe die ein bewußtsein simulieren du82eh. vorgeben eine wahrnehmung der welt eine erkenntnis von farben gerüchen lauten irgendeine form von sinnlichkeit zu erleben im gegensatz zur harten farb- und geruchlosen welt der grauen - nein - unsichtbaren geruchlosen welt der materie. was wäre wenn deine artgenossen solche roboter wären - so wie descartes die tiere als seelenlose maschinen verstand was dazu führte daß man hunde zu demonstrationszwecken auf bretter nagelte - die die erkenntnis von sinneswelt im unterschied zur materienwelt nur simulieren du82eh. tatsächlich nicht haben sondern dies nur glauben zu haben sich aber darin irren. - was wäre wenn du selbst eine solche maschine bist die glaubt ein bewußtsein zu haben als gegensatz zu der leblosen physikalischen materie der physik. doch diesen gegensatz gibt es nicht und du schwimmst in einem universum der seele in der jeder winkel lückenlos ausgefüllt ist mit farben lauten gerüchen - nirgends krabbelt die spinne des nichts das ist sie krabbelt gar nicht; und du simulierst nur die erkenntnis des nicht-bewußtseins und des bewußtseins als gegensatz zu nicht-bewußtsein; in wahrheit nämlich besitzt du diese erkenntnis nicht . gedächtnis nicht bewußtsein gedächtnis nicht bewußtsein gedächtnis nicht bewußtsein wir können die gegenwart erfahren uns ihrer bewußt sein aber wir können uns nicht an sie erinnern dann ist sie ja keine gegenwart mehr . gedächtnis ist die große leistung des menschen nicht das bewußtsein. esse est percipi. gewahrsein haben auch steine. aber kein gedächtnis. das ist so wie wenn einer immerfort mit einem radiergummi die spur nachgeht und sie ausradiert. berührung ist nicht im gehirn berührung ist nicht im gehirn berührung ist nicht im gehirn der irrtum bei der behauptung die empfindung die berührung ist im gehirn der ort ist wo die berührung ist. erst durch das begreifen der umgebung haben wir gelernt bestimmten sichten bestimmten tastempfindungen zuzuordnen erst dadurch und damit gibt es ein hier und gibt es ein dort . ein ort ward bestimmt und wird immer bestimmt sein in der berührung. sein da-sein steht und fällt mit der berührung weshalb bei taubheit der empfindung sich auch sofort eine befremdende erfahrung von der eigenen abwesenheit einstellt wie in einem traum wie als gespenst. von einer blindheit geheilte kinder können erst nach tagen die tasterfahrung und die seherfahrung verknüpfen. sie erkennen nicht einmal einen legostein wenn sie ihn sehen. der gesichtssinn erhält erst durch das begreifen den begriff ort. daher ist es eine grobe verwechselung der kategorien wenn man der berührung einen ort zuordnet . berührung kann keinem ort zugeordnet werden. berührung ist ort. berührung wird immer das fundament unserer begriffe sein die menschliche begriffe sind und nicht von irgendeinem ideenhimmmel gefallen sind. aber die ganze verwirrung wird erst dadurch ermöglicht daß den mit instrumenten erlangten erfahrungen eine höhere autorität zuerkannt wird als diesem vogelgezwitscher das ich gerade höre und diesem gleißen meines kugelschreibers hier. der fall galilei und das teleskop. wie noch sprach dieser pfaffe - warum sollte mir der blick durch ein kinderspielzeug eine höhere wahrheit offenbaren als die schriften der offenbarung das kann nur trug sein die wahrnehmung zu82eb. dieser roten kaffetasse dort auf dem tisch ist im gehirn der ort ist an einem anderen ort aber dann wäre auch der sternenhimmel in meinem gehirn. dann wäre auch das universum in meinem gehirn. dann wäre auch mein gehirn als teil des universums in meinem gehirn. das ist grober unfug und daß ein solcher quatsch ungestraft durchgeht liegt nur daran daß der zwerg mit worthüllsen operiert und den bezug zu der eigentlichen bedeutung seiner aussagen komplett verloren hat. da wird dann eine variable a gesetzt und dann mit dieser variablen a alle möglichen transformationen durchgeführt. das führt oft etwa in der mathematik zu einem glücklichen ergebnis. das funktioniert aber nicht immer. zwerg du drehst mir das wort im mund um. selbstverständlich ist diese kaffeetasse nicht im gehirn. aber das gehirn macht sich ein bild von der materiellen wirklichen kaffeetasse dort draußen und dieses bild ist im gehirn. abstraktion ist ein schablonenfetisch. das kommt daher die berührung mit dem fühlen tut weh schmerzt ungeheuerlich. zwerg argumentiert hier nicht mit schablonen weil dies zweckmäßig oder logisch wäre. er argumentiert mit schablonen weil er nicht anders kann . er argumentiert mit schablonen du82eh. toten ausgestopften objekten die er vorher ausgenommen du82eh. alle sinnlichen prädikate entfernt hat. dann formt der präparator den körper nach. dazu nimmt er entweder die holzwolle der physik und den draht der geometrie die er fest mit dem garn der wissenschaftlichen überheblichkeit umwickelt oder er modelliert den körper aus dem festem schaumstoff der abstraktion. mit logischen argumenten ist ihm hier nicht beizukommen. das ist eben keine frage der logik sondern eine frage der erfahrung. und zwergs erfahrung ist eine jahrelange schulung eine prozedur die ihn schablonen über eigenes erlebnis stellen lehrt. gleichungen lösen wird belohnt. fühlen hören sehen wird bestraft. die wirkliche welt ist in den magischen zeichen von zahlen und buchstaben und das was wir sehen ist nur schein zeit nur eine illusion. verachtung und der gebündelte hass des stammes trifft den der etwas anderes behauptet und farbe für etwas reales hält. damit ist er wissenschaftlich disqualifiziert und wird von der gemeinschaft ausgestoßen. aber dieses programm beruht nur auf einem nicht eingelösten versprechen eines tages wird die weltformel alles erklären; selbst das bewußtsein . dieses programm ist ein bluff. auch mit den messinstrumenten erreichen wir keine wahrheit wer braucht die schon . ja ich weiß daß es in der physik gar nicht um wahrheit geht sondern um funktionierende modelle mit denen man zutreffende voraussagen machen kann. aber warum um alles in der welt tun diese angeblichen modellbastler dann so großkotzig und behaupten mit der überheblichkeit des wissenden mit der verachtung dessen der im besitz der wahrheit ist daß farbe gar keine realität besitzt - außer eben eine rein subjektive nur in unseren köpfen. das ist eben nur ein täuschungsmanöver eine mystifizierung. ihr verhalten spricht eine ganz andere sprache sie sind eben doch der meinung im besitz der allein selig machenden wahrheit zu sein. und was das anbelangt ist physik auch nur eine religion. irgendwann in unserer erziehung kommt der schritt und genau da haben unsere lehrer fleißig hin gearbeitet wo wir ein externes ziel ein zukünftiges jenseitiges ziel höher stellen als die niedere flüchtige unerklärte atmende umgebung. und da ist er da der bruch der uns aus der welt herausreißt . literatur literatur literatur wer vom immaterialismus noch nichts gehört hat dem sei berkeley s treatise concerning the principles of human knowledge empfohlen. im übrigen kann man auch als atheist immaterialist sein entgegen der intention von berkeley der mit dem immaterialismus den beweis seines gottes antreten wollte . '),